Die besten Wettanbieter ohne Gebühren 2026 – was am Ende wirklich vom Gewinn bleibt
Kostenlose Wetten gibt es nicht. Was es gibt, sind Wetten ohne separates Entgelt für Einzahlung, Auszahlung oder Wettschein – und Anbieter, bei denen die Kosten an einer anderen Stelle sitzen: in der Quote, im Mindestbetrag, in der Wartezeit. Zehn Veranstalter mit deutscher Sportwett-Erlaubnis stehen hier nebeneinander, jeder mit dem, was seine eigenen Bedingungen sagen.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geprüft, Stand der Liste 2. Oktober 2026.
Zehn Veranstalter mit Erlaubnis im Kostenvergleich
Über den Gebührenbegriff muss man sich zuerst verständigen, weil die Werbung ihn biegt. Ein Wettanbieter verlangt kein Entgelt für das Absetzen einer Wette, so wie eine Bank kein Entgelt für das Öffnen eines Kontos verlangt. Bezahlt wird über die Quote, und die zahlt jeder, der gewinnt wie der, der verliert.

Alle zehn Häuser unten stehen mit ihrem Sportangebot auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, jeder unter einem eigenen Erlaubnisinhaber, jeder mit einem eigenen Datum, seit dem die Erlaubnis läuft. Was sich zwischen ihnen unterscheidet, sind drei Dinge: der Aufschlag auf den Gewinn, die Hürden vor einer Auszahlung und die Zahlungswege, die überhaupt offenstehen.
| Anbieter | Inhaber der Erlaubnis laut Whitelist | Sportwett-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
Die Spalte mit den Daten erzählt mehr, als sie auf den ersten Blick verrät. Neun der zehn Häuser liegen innerhalb eines halben Jahres, von Oktober 2020 bis Februar 2021. Der deutsche Erlaubnismarkt ist an einem Stichtag entstanden, nicht gewachsen. Wer sich heute für einen dieser Anbieter entscheidet, entscheidet sich nicht zwischen einem Etablierten und einem Neuling, sondern zwischen zehn Firmen derselben Generation, die sich über die Erlaubnisinhaber hinweg auf Malta, in Gzira, San Ġiljan und Ta’Xbiex konzentrieren. Die Inhaberfirmen sagen nichts über den Wettbetrieb selbst – abgerechnet wird in Deutschland, nach deutschem Recht.
Ein Wort zur Whitelist, weil sie die einzige belastbare Prüfung ist. Eine .de-Adresse beweist nichts; Betreiber ohne Erlaubnis nutzen sie ebenfalls. Die Liste führt nach dem Stand vom 2. Oktober 2026 dreißig Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetterlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Inhaber nur für Pferdewetten. Ein Erste-Erlaubnis-Verfahren läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Liste nennt nur Erteilungsdaten und kein Enddatum, weshalb hier auch keines steht. Wichtig für den Kostenvergleich: nur das unter der Sporterlaubnis geführte Angebot darf Sportwetten annehmen. Slots, Poker und virtuelle Automatenspiele laufen unter anderen Erlaubnissen und anderen Regeln – und mit ihnen haben die Zahlen dieser Übersicht nichts zu tun.
Für wen die Liste arbeitet: für den, der prüfen will, ob überhaupt ein deutsches Recht hinter seinem Wettschein steht. Für den, der nur den niedrigsten Preis sucht, arbeitet sie nicht. Dafür braucht es die Bedingungen des einzelnen Hauses, und die stehen unter den folgenden Abschnitten, jeder Anbieter für sich.
Wo die Kosten einer Wette wirklich sitzen
Der Begriff „gebührenfrei“ verdeckt, dass bei jeder Sportwette Geld abgeht, bevor der Spielende überhaupt auf ein Ergebnis setzt. Zwei Posten sind es, und sie werden ständig verwechselt.
Der erste ist der Quotenabschlag. Er sitzt in jeder Quote: die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes ergibt den Quotenschlüssel, also den Anteil, den ein Markt an Einsätze zurückzahlt. Der Rest bleibt beim Veranstalter. Ob dieser Rest groß oder klein ist, hängt vom Markt ab und nicht vom Werbeversprechen, und es ist der einzige Posten, den ein Spielender nicht umgehen kann, weil es keine Wette außerhalb eines Marktes gibt.
Der zweite ist die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG in Höhe von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Sie schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst – über den Einsatz, die Quote oder den Gewinn. Festgehalten wird das hier nur dort, wo ein Anbieter es in seinen eigenen Bedingungen sagt. Die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis; gezahlte Steuer ist kein Nachweis für eine Lizenz.
Wer das für Spitzfindigkeit hält, sollte sich Oddset ansehen. Dort steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Bei Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz in Deutschland erhebt ODDSET einen Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; erst nach Abzug dieser Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. 5 % des Gewinns, nicht 5 % des Einsatzes. Bei einer Quote von 2,10 auf 100 € Einsatz sind das 110 € brutto, davon gehen 5,50 € ab, 104,50 € landen auf dem Konto. Der Abschlag liegt hier also auf dem, was die Wette eingebracht hat, nicht auf dem, was man riskiert hat – und er trifft ausschließlich die gewonnene Wette. Ein Spieler kann Hunderte verlorene Wetten ohne einen Cent Abschlag abgewickelt haben und zahlt beim ersten Treffer. Das ist kein Verbrechen, aber es ist die Kostenstruktur, die ein Anbieter ohne Angabe dieses Postens verschweigt. Wer sein Konto über Jahre pflegt, sollte einmal überschlagen, was 5 % auf jeden Gewinn in dieser Zeit ausgemacht hätten.
Was ein Spielender selbst in der Hand hat, ist die dritte Größe, die oft wie eine Gebühr wirkt, aber keine ist: der Mindesteinsatz und, entscheidender für das Konto, die Mindestauszahlung. Bei Oddset liegt sie bei 10 €. Wer 12 € Guthaben hat und nicht auszahlen kann, hat kein Gebührenproblem, sondern ein Liquiditätsproblem – und wer 8 € erwarten lässt, weil unter 10 € nichts geht, verliert weniger an Gebühren als an Zinsen.
Rechtsgrundlage: wer die Steuer schuldet und wer sie trägt
Die Glücksspielaufsicht in Deutschland liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie arbeitet unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, erteilt nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht den Markt nach § 28a GlüStV – einschließlich Bußgeldern. Die Steuer ist nicht ihre Sache, sondern die des Finanzamts. Zwei Behörden, zwei Register, und ein Veranstalter, der beiden genügen muss.

Der Kostenrahmen ist damit abgesteckt. Der Veranstalter trägt die Steuer, die Aufsicht verlangt ihre Abführung, und wie sie im Preis des Produkts ankommt, bleibt kaufmännische Entscheidung. Deshalb findet sich in Deutschland kein einheitlicher Aufschlag. Der eine rechnet es in die Quote, der andere über einen Abschlag auf den Gewinn, ein dritter schweigt und hat entschieden, den Posten zu tragen. Für den Spielenden ändert sich am Ergebnis nichts: Steuern, die ein Unternehmen tragen kann, tragen am Ende die, die sein Produkt kaufen.
Der Punkt mit den harten Folgen ist aber ein anderer: ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis und ohne deutschen Steuersitz trifft dieselbe Steuerlast nicht. Wer dort spielt, wettet ohne Aufsicht, ohne OASIS und ohne LUGAS, ohne deutschen Rechtsschutz – und mit dem Risiko, dass der Vertrag vor deutschen Gerichten nicht hält. Der Bundesgerichtshof hat dem Gerichtshof der Europäischen Union am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Ausgangspunkt war ein Kläger, der von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert. Am 19. März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) ausgeführt, dass eine Rückzahlungspflicht für verlorene Einsätze bei unerlaubten Sportwetten grundsätzlich möglich ist – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Klartext zur Vorsicht: Das ist ausdrücklich kein Anspruch. Der Gerichtshof kann anders entscheiden, § 4 Abs. 1 GlüStV stellt das Veranstalten von Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis unerlaubtes Glücksspiel dar, und die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher und hat das am 17. September 2026 ausdrücklich getan, mit Blick auf illegale Angebote. Wer über eine Rückzahlung verjährter Verluste spekuliert, spekuliert. Wer eine erlaubte Wette will, braucht die Liste.
Was auf der erlaubten Seite überhaupt erlaubt ist, hat ebenfalls mit Kosten zu tun. Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind es Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts sowie auf Vorfälle darin, einzeln oder kombiniert, und nur die Arten, die die GGL in ihrem Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Live-Wetten beschränkt § 21 Abs. 4 auf das Endergebnis oder das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind: nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nein. Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind – die Behördenpraxis rechnet den Fußball unterhalb der 3. Liga dazu –, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a; auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse darf nicht gewettet werden. E-Sport ist nach Angaben der GGL nicht wettbar, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist: ein erlaubtes E-Sport-Wettangebot existiert in Deutschland nicht. Ein gesetzliches Einsatzlimit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.
Was das den Spielenden kostet, ist unspektakulär und trotzdem real: die Auswahl ist kleiner als bei internationalen Angeboten, die Live-Möglichkeiten sind enger, und Gewinne dürfen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden. Wer eine exotische Live-Wette sucht, findet sie nicht auf der erlaubten Seite. Wer eine Wette will, die hält, schon.
Spielerschutz, der keine Gebühr ist, aber der Kontoauszug kennt
Kostenloses Wetten ist nicht verlustfreies Wetten. Diese Unterscheidung ist die wichtigste auf der ganzen Seite, weil sie die einzige ist, an der ein Spielender die Zahl in seinem eigenen Kontoauszug selbst schreiben kann.
Die Schutzregeln greifen unabhängig davon, was ein Anbieter anbietet. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Ein Konto je Anbieter, mit vollständiger Verifizierung nach § 6a GlüStV; vor dem Abschluss der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Addiert über zehn Anbieter ist das ein Zeitfenster, nicht zehn.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt standardmäßig bei 1.000 € je Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen – bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler – aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Absenken wirkt sofort, Anheben nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist über die Aktivitätsdatei nach § 6h GlüStV gesperrt. Wer sein monatliches Limit kennt, kennt die einzige Grenze, die er selbst gesetzt hat.
Das Sperrsystem OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV wird bundesweit bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre gilt mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Dauer nennt, andernfalls mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 sperrt sofort für 24 Stunden. Was ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nicht tut: er hängt an keinem der beiden Systeme. Das ist keine Fußnote, sondern die schlichteste Antwort auf die Frage, was ein erlaubter Anbieter für sein Geld liefert. Er liefert ein Netz, das einen auffängt, wenn man es braucht.
Einen Vorteil, den die Aufsicht nicht vergibt, gibt es trotzdem. Wer sein Limit freiwillig unter 1.000 € setzt, senkt seine Kosten nicht, aber seine Verluste – und zwar mit dem wirksamen Instrument, das die Bedingungen jeder Plattform hergeben. Die 1.000 € sind eine Decke, kein Ziel. In der Praxis ist der häufigste Fehler nicht die Höhe eines Limits, sondern die Entscheidung, es erst zu setzen, wenn das Konto schon im Minus steht.
Zahlungsabwicklung: wo Beträge hängen bleiben und wer dafür zahlt
Geld hinein, Geld hinaus, und dazwischen ein Regelwerk. Ein Teil davon steht im GlüStV, der andere in den Bedingungen des Anbieters, und beide bestimmen die Kosten erst zusammen.
Der gesetzliche Rahmen steht in § 6b Abs. 4 GlüStV: Ein- und Auszahlungen dürfen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut ausgehen, anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Genau dieser Mechanismus hält Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraus. Ein Vergleich, der „Sportwetten ohne Gebühren“ gegen Krypto-Dienste stellt, vergleicht damit zwei unterschiedliche Rechtsräume: auf der einen Seite ein Anbieter, der sich nach deutschem Recht identifiziert, auf der anderen ein Dienst, der genau das nicht tut. Spielerguthaben liegen nach § 6b Abs. 6 bis 7 GlüStV auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Bleibt die Frage, die am meisten bewegt: Bearbeitungsgebühren. AdmiralBet erhebt laut eigenen Angaben keine, weist aber darauf hin, dass der Zahlungsanbieter eigene Gebühren berechnen kann. Sportingbet erhebt laut seinen Auszahlungsinformationen keine, ebenso Oddset und bpremium. Bei vier Häusern also derselbe Befund: Der Anbieter nimmt nichts, die Kette bis zum Konto kann trotzdem etwas nehmen. Wer sein Geld über einen Zwischenhändler bewegt, sollte dessen Preisliste kennen, nicht nur die des Wettanbieters.
Wartezeiten sind die zweite Hälfte der Kosten. Oddset prüft laut eigener Auskunft jede Auszahlung zuerst in der Finanzabteilung, was bis zu 48 Stunden dauern kann; ausgezahlt wird nur über eine Zahlungsmethode, die schon für eine Einzahlung genutzt wurde, und nur auf eine verifizierte Methode. AdmiralBet versucht laut seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, vorausgesetzt die Identität ist verifiziert. Wer eine Auszahlung am Freitagabend anfordert und am Samstag nichts sieht, hat in der Regel kein Versäumnis des Anbieters gefunden, sondern die Reihenfolge aus Prüfung, Freigabe und Banklauf. Der schnellste Weg in diesem System ist die eWallet; der langsamste ist die Überweisung. Bei Oddset beträgt die Mindestauszahlung 10 €, auf ein eWallet wie PayPal, Skrill oder Neteller dauert die Auszahlung bis zu 8 Stunden, per Banküberweisung drei bis fünf Werktage.
Ein weiterer Beschleuniger, den man selbst bedient: Verifizierung. Bei AdmiralBet erfolgen Auszahlungen nur über dieselbe Zahlungsmethode wie die Einzahlung, und ein nicht verifiziertes Konto hält den Prozess auf. Bei Winamax ist eine Auszahlung jederzeit möglich, sobald die Kontoregistrierung abgeschlossen ist; vor deren Abschluss gilt ein Einzahlungslimit von 100 €, Auszahlungen sind in dieser Zeit nicht möglich, und abgeschlossen werden muss die Registrierung innerhalb von 72 Stunden. Was das kostet, ist nicht Geld, sondern Zeit – und die Wette, die während der Verzögerung nicht gesetzt wurde.
Alle Angaben in diesem Abschnitt stammen aus den jeweils eigenen Bedingungen der genannten Anbieter; where ein Haus zu einem Punkt nichts verlautet, steht der Punkt hier nicht.
Die geprüften Anbieter im Einzelnen
Zehn Häuser, zehn Kostenprofile. Die Reihenfolge unten folgt keiner Rangfolge, sondern der Liste der zehn erlaubten Angebote; wer eine Empfehlung sucht, findet sie in der Bewertung am Ende jedes Abschnitts.
Wettarena: volle Zahlungsauswahl bei 10 € Mindesteinsatz
Wettarena bietet als Zahlungsmethoden PayPal, Kreditkarte mit VISA und Mastercard, Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 € für alle Einzahlungsmethoden – einheitlich, was für sich genommen angenehm ist, weil ein Haus, das je nach Zahlung unterschiedliche Schwellen setzt, den Einsteiger, nicht den Stammspieler trifft.
Elf Wege in ein Konto sind für deutsche Verhältnisse viel, und die Liste wirft eine Frage auf, die man vor der Einzahlung klären sollte: Wie verhält sich die Zahl der Einzahlungswege zur Zahl der Auszahlungswege? Der Weg hinaus ist bei den meisten Anbietern kürzer als der Weg hinein, und das ist kein Zufall. Für den Spielenden ist die relevante Größe nicht, wie viele Marken an der Kasse stehen, sondern ob die, mit der er bezahlt, auch das Guthaben auszahlt.
I.B.C. Sportsbetting Limited hält die Erlaubnis für dieses Angebot, seit dem 9. Oktober 2020. Der Name sagt nichts über die Plattform, an der man sein Konto eröffnet – er sagt nur, wer die Aufsichtspflicht trägt.
Wer ein breites Angebot an Zahlungswegen braucht, weil er den Anbieter wechselt oder nicht will, dass ein Weg seine Gewohnheit wird, ist bei Wettarena richtig bedient. Und wer keine Lust hat, seine echte Karte bei der fünften Marke zu hinterlegen: Prepaid und Paysafecard stehen hier auf derselben Liste wie die Kreditkarte, was im erlaubten Markt nicht selbstverständlich ist.
Winamax: 100 € Freebets, aber die Einzahlung muss einmal umgesetzt werden
Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets – ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Der Satz klingt nach dem, was Werbung gern verspricht, und er trifft in diesem Teil auch zu: die Freebets müssen nicht zehnfach durchgespielt werden, bevor sie etwas wert sind.
Ein Absatz weiter wird es interessanter. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und bei einer Mindestquote von 1,05. Die Umsatzbedingung betrifft also nicht den Bonus, sondern das eigene Geld: Was man einbezahlt hat, muss einmal zu einer Quote von mindestens 1,05 gesetzt worden sein, dann darf der Rest ausgezahlt werden. Bei 100 € Einzahlung ist die Hürde damit 100 € Einsatz, nicht 1.000 €. Die Mindestquote von 1,05 ist so niedrig angesetzt, dass sie praktisch jede erdenkliche Wette durchlässt – das ist der Unterschied zu Häusern, die eine Mindestquote von 1,70 oder 1,80 verlangen und damit Wetten auf klare Favoriten ausschließen.
Die Rechnung für jemanden, der das Angebot in Anspruch nimmt: 100 € einbezahlt, 200 € Freebets, und die eigene Einzahlung muss einmal mit mindestens 100 € Einsatz bei Quote 1,05 gesetzt werden, wobei dieser erste Einsatz maximal 100 € Umsatz zählt. Die Freebets sind ohne Umsatzbedingungen, ihr Einsatz wird bei einem Gewinn allerdings nicht mit ausgezahlt. Wer 100 € in Freebets zu einer Quote von 2,10 gewinnen lässt, bekommt 110 €, nicht 210 € – der Einsatz der Freebets ist eine Wette, kein Guthaben.
WINAMAX hält die Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021. Für einen Spielenden, der bereits weiß, worauf er setzen will, sind die Bedingungen das Beste, was in dieser Übersicht an Bonusbedingungen steht. Für einen, der erst einmal etwas ausprobieren will, ebenso.
Sportwetten.de: 100 € Bonusgeld ohne komplette Umsatzbedingungen
Der Willkommensbonus von Sportwetten.de ist ein Einzahlungsbonus in Form von Bonusgeld: 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 € sofort gutgeschrieben. Maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung.
Bonusgeld ist kein Geld. Es ist Guthaben, das an Bedingungen hängt, und dieser Unterschied ist der einzige, der bei diesem Angebot zählt: Wer die 100 € Bonusgeld als 100 € seines eigenen Kontostands liest, liest die Werbung. Wer den Satz so liest, wie er dasteht – Bonusgeld, an Bedingungen gebunden, nach einer Mindesteinzahlung von 10 € –, bekommt ein Angebot mit einer niedrigen Eintrittsschwelle. 10 € einzuzahlen und 10 € Bonusgeld zu erhalten ist das zugänglichste Angebot in dieser Liste, gemessen am Kapital, das man vorher aufbringen muss.
NetX Betting Limited steht seit dem 19. November 2020 als Inhaber in der Liste. Wer mit kleinem Kapital einsteigen will und nicht vorhat, den Bonus als Kern seiner Strategie zu behandeln, findet hier den niedrigsten Einstieg. Wer den Bonus als Rechenaufgabe sieht, sollte die Bedingungen im Wortlaut prüfen, bevor er die Einzahlung auslöst – Bonusgeld ist immer nur so viel wert wie das Umsatzregime, in dem es steht.
bpremium: fünffacher Umsatz von Bonus und Einzahlung
Bei bpremium verlangen die Nutzungsbedingungen, dass Bonusgewinne aus Sportwetten erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung ausgezahlt werden können, und zwar bei Dezimalquoten ab 1,7. Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar.
Die Formulierung muss man zweimal lesen, weil sie im Markt ungewöhnlich ist. Es sind nicht fünf Umsätze auf den Bonus, es sind fünf auf den Bonus und fünf auf die Einzahlung. Bei 100 € Einzahlung und 100 € Bonus sind das 500 € Umsatz auf den Bonus plus 500 € Umsatz auf die Einzahlung, zusammen 1.000 € bei Mindestquote 1,7. Diese Mindestquote ist die zweite Hürde: 1,70 lässt keine Wette auf den klaren Favoriten zu, sondern nur Wetten mit einem nennenswerten Risiko. Ein Spieler, der seine Wetten gern auf die sicheren Tipps setzt, kratzt mit einer Quote von 1,70 die Untergrenze – und wenn er darunter liegt, zählt die Wette für den Umsatz nicht.
Wer die Umsatzbedingungen dieses Hauses nicht vorher liest, hat den Bonus ausgegeben, bevor er ihn nutzen konnte. Wenn Sie mich fragen, ist bpremium damit das Haus mit den strengsten Bonusbedingungen in der Liste – 1.000 € Umsatz gegen 100 € Bonus, und alles bei einer Mindestquote, die ausschließt, was viele Spieler ohnehin bevorzugen.
Ladbrokes (Deutschland) Limited hält die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020. Für einen Vielspieler, der ohnehin Woche für Woche hohe Einsätze bei Quoten über 1,7 platziert, sind die Bedingungen erfüllbar, ohne die Wette zu ändern. Für einen Genießer, der ab und an eine sichere Wette als Einzelwette setzt, ist der Bonus über weite Strecken unerreichbar.
Tiptorro: Betreiberfirma mit Sitz in Malta und Whitelist-Angabe
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder bezeichnet und auf die Whitelist verweist.
Weiter geht die Selbstdarstellung nicht. Wer die Einzelheiten prüfen will – Erlaubnisinhaber, Erteilungsdatum, Geltungsdauer –, liest sie in der Whitelist selbst nach, wo sie für jedes Angebot in einer Zeile stehen. Das ist keine Nebensache. Die Beschreibung im App Store ist Werbung eines Unternehmens über sich selbst; die Whitelist ist eine Aufstellung der Aufsichtsbehörde. Wo sich beide decken, hat man Gewissheit, und wo eine App-Anbieterbeschreibung schweigt, ist Schweigen kein Beleg.
Torro Tec Limited steht seit dem 30. Juni 2021 als Inhaber in der Liste. Ein Haus, dessen Selbstauskunft auf die Whitelist verweist, hat nichts zu verbergen – und eines, dessen Selbstauskunft das nicht müsste, aber trotzdem nicht tut, hätte Grund, sich das anzusehen, bevor man Geld hinterlegt. Für einen Spielenden, der Wert auf eine schlanke App für das Handy legt und die Lizenz vorher selbst nachschlägt, ist Tiptorro eine Option. Wer die Lizenz als Dienstleistung ansieht, die der Anbieter ihm nachweist, ist in diesem Abschnitt falsch – aber dann wählt er im Zweifel ohnehin keinen App-Anbieter.
bet365: bis zu 100 € Wett-Credits, die gesetzt werden müssen
bet365 bewirbt auf seinem deutschen Angebot für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Wett-Credits werden freigegeben, nachdem Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung abgerechnet sind. Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.
Das ist eine Bedingung, die man bei der ersten Lektüre überliest: 100 € in Wett-Credits hört sich an wie 100 €, die auf dem Wettschein stehen. Freigegeben werden sie aber erst, wenn Wetten in Höhe der qualifizierenden Einzahlung abgerechnet wurden – das heißt, man setzt erst einmal die eigene Einzahlung durch, und erst danach sind die Credits einsatzfähig. In der Zwischenzeit kann die Einzahlung ganz oder teilweise weg sein; die Credits kommen trotzdem nur nach erbrachter Umsatzleistung.
Dazu der Satz, der die Rendite bestimmt: Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Ein Gewinn aus einem Credit-Einsatz von 20 € zu einer Quote von 2,10 bringt 22 € Nettoertrag – der Credit selbst ist der Einsatz und wird bei einem Treffer nicht zurückgegeben. Das ist in dieser Liste der zweiter Teil des Musters, das Winamax mit seinen Freebets aufweist; nur ist bei bet365 das Freischalten noch an eine zusätzliche Bedingung gebunden.
Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, führt das Angebot in der Whitelist, seit dem 9. Oktober 2020. Für Spielende, die ihre erste Einzahlung ohnehin in absehbarer Zeit umsetzen, verfallen die Credits nicht. Für jemanden, der erst nach Wochen wieder setzen will, ist die Bedingung eine Wette auf die eigene Disziplin – und die ist teurer als jede Gebühr.
bwin: bekannter Name, dieselbe Erlaubnis wie alle anderen
bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, führt das Sportwettenangebot in der Whitelist, seit dem 9. Oktober 2020.
Markenbekanntheit zahlt keine Wette. Wer bwin aus früheren Jahren kennt, kennt den Namen – der Vertrag, den er heute abschließt, ist ein Vertrag mit der deutschen Gesellschaft, und er unterliegt den Bedingungen, die für alle zehn Häuser in dieser Liste gelten: 18 Jahre, ein Konto je Anbieter, Verifizierung, 1.000 € Monatslimit über LUGAS, eigene Zahlungsmittel, Auszahlung auf das verifizierte Konto.
Für den Wechselwilligen ist das eine nützliche Einordnung: Wenn die Regelwerke identisch sind, entscheidet die Ausführung – wie viele Zahlungsarten, wie schnell die Auszahlung, wie klar die Bedingungen. Wer bwin aus seiner aktiven Zeit kennt und den Namen als Kriterium nimmt, entscheidet über die Bekanntheit der Marke statt über ihre Kosten. Wer die Bedingungen liest, entscheidet über die Kosten.
Ein Wort zum Betriebsmodell: bwin (Deutschland) Limited ist eine eigene Gesellschaft mit eigener Erlaubnis, auch wenn der Name derselbe ist wie bei anderen Produkten derselben Gruppe. Was die Marke früher war, ändert an der Erlaubnis nichts. Der Name ist kein Nachweis – die Whitelist ist einer.
Sportingbet: keine Bearbeitungsgebühren und 10 € Mindestauszahlung
Sportingbet zahlt Gewinne ab einem Mindestbetrag von 10 € aus: per Debit- oder Kreditkarte in zwei bis vier Werktagen, per eWallet etwa über PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von acht Stunden, per Banküberweisung in drei bis fünf Werktagen. Bearbeitungsgebühren werden nach eigenen Angaben nicht erhoben.
Acht Stunden auf ein eWallet sind in dieser Runde einer der schnelleren Werte, und 10 € sind eine niedrige Auszahlungsschwelle. Wer sein Guthaben nach jedem Gewinntag abräumt, profitiert davon; wer ein halbes Jahr lang keine Auszahlung vornimmt, merkt von der niedrigen Schwelle nichts. Hinzu kommt die Fußnote, die bei jedem Anbieter existiert: Die Prüfungen des Zahlungs-Teams können die genannten Zeitrahmen verlängern. Die genannten Zeiten sind Zielwerte, keine Zusagen – und wer sich auf acht Stunden verlässt, weil er auf das Geld angewiesen ist, hat einen Plan, der nicht hält.
Sportingbet (Deutschland) Limited steht seit dem 9. Oktober 2020 in der Liste. Für den Spielenden, der sein Guthaben regelmäßig abzieht und den Weg über die eWallet nimmt, ist das eines der schlankesten Angebote der Liste. Für den, der ausschließlich per Überweisung arbeitet, verschiebt sich der Vorteil um drei bis fünf Werktage – und dann unterscheidet sich das Haus kaum noch von der Konkurrenz.
Tipico: gegründet 2004, Inhaberfirma auf Malta
Die Tipico Co. Ltd. hat ihren Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Die Erlaubnis für das deutsche Angebot läuft seit dem 9. Oktober 2020.
Die 2004er-Gründung ist für den Kostenvergleich nur insofern interessant, als sie zeigt, wie weit die deutsche Gesellschaft von dem Haus entfernt ist, das die Marke trägt: gegründet von einer Handvoll Männern auf Malta, betrieben in Deutschland nach deutschem Recht. Firmengeschichte ist keine Kostengröße. Wer sich für die Marke interessiert, weil er ihren Namen aus dem Sportsponsoring kennt, kennt Werbung, nicht Bedingungen.
Was in diesem Abschnitt fehlt, fehlt aus einem bestimmten Grund: Tipico taucht in den Auflistungen zu Zahlungsmethoden und Auszahlungszeiten, die diese Übersicht ausgewertet hat, nicht mit eigenen Werten auf. Wer dort einzahlen will, prüft Zahlungswege, Mindestbeträge und Bearbeitungszeiten am besten im eigenen Konto, bevor er die Einzahlung auslöst – die Bedingungen stehen bei jedem Anbieter im Kassenbereich oder in den FAQs.
Wiedererkennung ist der schlechteste Grund, ein Konto zu eröffnen.
Betano: Live-Streaming für verifizierte Kunden mit Guthaben
Das Live-Streaming bei Betano steht laut App-Store-Beschreibung verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung. Als Zahlungsmethoden für Ein- und Auszahlung nennt die Beschreibung unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten.
Zwei Dinge stehen in diesem Angebot nebeneinander, die auf den ersten Blick zusammengehören und auf den zweiten nicht. Das Livestreaming ist kein Geschenk: Es kostet ein Mindestguthaben auf dem Konto, und ein Guthaben, das für ein Streaming dort liegen muss, ist Geld, das nicht auf dem eigenen Konto arbeitet. Das Streaming ist damit nur dann gratis, wenn Sie es ohnehin nutzen würden – für einen Spielenden, der Spiele im TV verfolgt und nebenbei setzt, ist es ein Stück Wert; für einen, der ein oder zwei Wetten am Wochenende setzt, ist es ein Guthaben, das er nicht auf dem Konto hätte haben müssen.
Die Zahlungsliste mit Apple Pay, Google Pay und PayPal zeigt ein Haus, das Konto-zu-Konto-Bezahlung bevorzugt und dafür keine Kontonummer verlangt. Betano Cash ist eine hauseigene Währung, die man kennen sollte, bevor man sie mit seinem Guthaben verwechselt – ein interner Betrag ist kein Guthaben bei einer Bank.
Betkick Sportsbetting Limited steht seit dem 19. Februar 2021 in der Liste, als jüngster Eintrag dieser Runde. Für den Spielenden, der beim Wettabend ein Spiel nebenher laufen lässt und dafür ein Mindestguthaben in Kauf nimmt, ist der Stream ein echter Mehrwert. Für den, der das Guthaben lieber schlank hält, ist es genau der Grund, es nicht anzulegen.
Was das für unterschiedliche Budgets heißt
Wer 50 € im Monat aufs Spiel setzt, liest diese Liste anders als ein Vielspieler. Hier ist die Übersetzung.
Bei Sportwetten.de liegt die Einstiegshürde bei 10 € Einzahlung, bei Winamax bei derselben Größe für den Bonus und bei Wettarena bei 10 € für jede Methode. Bei Oddset beträgt die Mindestauszahlung 10 €, bei Sportingbet und bpremium ebenfalls 10 €; AdmiralBet nennt laut seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen je nach Zahlungsmethode 5 € oder 10 € als Mindesteinzahlung. Wer 20 € überhaupt ins Spiel bringen will, findet in dieser Liste kein Haus, das ihn durch eine Mindesteinzahlung ausschließt – und genau darin liegt eine Information, die in den Werbeseiten selten steht: Die Hürde liegt nicht bei der Einzahlung, sondern bei der Auszahlung und beim Umsatz.
Der Posten, den ein kleiner Spieler am stärksten spürt, ist Oddset mit dem Abschlag von 5 % auf den Bruttogewinn. Bei 50 € Monatsbudget und einer Quote von 2,10 auf 10 € Einsatz sind das 50 Cent je gewonnener Wette — und das ist keine Kleinigkeit, sondern die Gebühr, die er nirgends als Gebühr sieht. Bei einem größeren Einsatz wächst sie proportional mit, weshalb sie ein Vielspieler härter trifft als jemand mit kleinem Konto.
Für wen die Auszahlungsgeschwindigkeit den Ausschlag gibt: Sportingbet und bpremium nennen acht Stunden auf ein eWallet und 2 bis 4 Werktage auf die Karte, Oddset nennt bis zu 8 Stunden auf ein eWallet, 2 bis 4 Werktage auf die Karte und 3 bis 5 Werktage per Überweisung – mit der Einschränkung, dass jede Auszahlung zuerst bis zu 48 Stunden in der Finanzabteilung liegen kann. AdmiralBet nennt werktags 24 Stunden, bei der ersten Auszahlung 6 bis maximal 48 Stunden Prüfung. Wer Freitagnacht gewinnt und Sonntag überweisen will, ist mit keinem dieser Zeitpläne sofort dran.
Für wen der Bonus zählt: Winamax mit unbedingten Freebets ist der einzige Anbieter in dieser Runde, der den Bonus nicht durch Umsatzbedingungen belastet. Sportwetten.de liefert Bonusgeld mit niedriger Einstiegsschwelle, aber ohne Auskunft über ein Umsatzregime, das man vorher kennen sollte. bet365 verlangt das Abrechnen der Einzahlung, bpremium verlangt das Fünffache von Bonus und Einzahlung bei Mindestquote 1,7. In dieser Reihenfolge sollte ein Spieler seine Erwartung an einen Bonus ordnen: erst die Bedingungen, dann die Summe.
Und die unbequeme Zahl am Ende: Wer bei einem Anbieter mit einem Markt vom Typ einer Zwei-Wege-Wette einen Quotenschlüssel von 95 % vorfindet, zahlt auf jeden Einsatz 5 % Aufschlag. Wer 1.000 € im Jahr umsetzt, hat damit 50 € an den Markt gezahlt, unabhängig davon, ob er am Ende im Plus oder im Minus steht. Diese Zahl ist keine der zehn oben, sie ist der Maßstab, an dem alle zehn gemessen werden.
Häufige Fragen zu Gebühren bei Sportwetten
Gibt es einen Sportwettenanbieter ganz ohne Kosten, wenn man die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer einrechnet?
Nein. Kein Anbieter in Deutschland arbeitet kostenlos, weil der Quotenschlüssel in jedem Markt einen Anteil einbehält und die Sportwettensteuer von 5,3 % des Einsatzes abzüglich der Steuer hinzukommt. Der Unterschied liegt darin, wer den Posten im Ergebnis offenlegt – wie Oddset mit seinem Quotenabschlag – und wer ihn in der Quote verbirgt.
Wie legen die Anbieter die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) um?
Verschieden. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende, und ob und wie er sie weitergibt, entscheidet er selbst. Manche rechnen sie in die Quote, manche tragen sie. Oddset nennt in seinen Bedingungen ausdrücklich einen Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette.
Erheben erlaubte Wettanbieter Gebühren für Ein- und Auszahlungen?
Nach den hier geprüften Bedingungen nicht. AdmiralBet, Sportingbet, Oddset und bpremium erklären übereinstimmend, keine Bearbeitungsgebühren zu erheben. AdmiralBet weist allerdings darauf hin, dass der Zahlungsanbieter eigene Gebühren berechnen kann – Kosten, die außerhalb des Wettanbieters entstehen, sind damit nicht ausgeschlossen.
Wovon hängt ab, wie lange eine Auszahlung dauert – Prüfung oder Zahlungsweg?
Von beidem. Der Zahlungsweg ist die größere Variable: eWallet binnen Stunden, Karte in Werktagen, Überweisung noch langsamer. Dazu kommt die Prüfung. Oddset prüft jede Auszahlung zunächst in der Finanzabteilung, was bis zu 48 Stunden dauern kann; AdmiralBet nennt bei der ersten Auszahlung 6 bis maximal 48 Stunden.
Welche Mindestbeträge gelten bei den gängigen Zahlungswegen?
Meist 10 €. Wettarena verlangt 10 € als Mindesteinzahlung für alle Methoden, AdmiralBet laut seinen Bedingungen 5 € oder 10 € je nach Methode. Bei der Auszahlung liegen Oddset, Sportingbet und bpremium bei 10 € Mindestbetrag, sodass ein Restguthaben darunter liegen bleiben kann.
Wie ist ein Gebührenvergleich mit Krypto-Diensten einzuordnen?
Ein erlaubter deutscher Anbieter darf keine Kryptowährungen annehmen: § 6b Abs. 4 GlüStV lässt nur Zahlungskonten im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zu. Ein Vergleich gegen einen Krypto-Dienst vergleicht damit zwei Regime – eines mit Identitätsprüfung und OASIS-Anbindung, eines ohne beides.
Zahlungen – Serie A Wetten
Inhalt erstellt vom Team «Serie A Wetten»
