Zimpler beim Wetten – zehn erlaubte Anbieter und der Preis ihrer Bedingungen

Updated Oktober 2026
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Die Zahlungsmethode ist nicht das Angebot. Wer heute nach einem Buchmacher sucht, der Zimpler akzeptiert, landet schnell auf Seiten, die mit „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ werben und dabei verschweigen, dass genau darin das Geschäftsmodell steht: kein deutscher Veranstalter darf seine Zahlungen an einem Spielersperrsystem vorbeiführen. Zimpler selbst ist dabei der unauffälligste Teil der ganzen Angelegenheit. Das schwedische Zahlungsinstitut ist zugelassen, überwacht und seit dem 21. Oktober 2025 selbst Übernahmeobjekt. Was ein deutscher Wettanbieter daraus macht, bleibt seine eigene Entscheidung.

Ein Smartphone liegt neben einem Notizbuch und einem Kugelschreiber auf einem hellen Schreibtisch, das Display ist ausgeschaltet.
Zimpler kündigte am 15. Mai 2023 sofortige grenzüberschreitende Auszahlungen in Euro per SEPA an; zu den Ländern der Händler, für die der Dienst gilt, zählt Deutschland.

Stand: 30. Oktober 2026 · Erlaubnisangaben geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Rechtslage: warum Zimpler allein noch kein Konto in Deutschland eröffnet

Der Anbieter, der eine Sportwette in Deutschland veranstalten darf, braucht dafür eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Behörde sitzt in Halle (Saale), arbeitet unter dem Glücksstaatssvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist, und erteilt die deutschlandweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV. Sie überwacht und sie bußt nach § 28a. Der einzige belastbare Test, ob ein Anbieter dazugehört, ist die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8. Sie enthielt im Stand vom 2. Oktober 2026 dreißig Einträge: siebenundzwanzig Inhaber mit Sportwett-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1; die Liste nennt nur Erteilungsdaten und kein Enddatum, weshalb auf dieser Seite auch keines steht.

Eine leere Tribüne eines kleinen Stadions am frühen Morgen, aus der Ferne über einen menschenleeren Parkplatz fotografiert.
Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht.

Wichtig ist, welche Domain dort eingetragen ist. Nur die unter der Sporterlaubnis geführte Adresse nimmt Sportwetten an. Wer für einen Markennamen zugleich eine Slots-, Poker- oder Casinoerlaubnis hält, hat damit eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln, und über das Sportwettangebot sagt sie nichts. Eine .de-Adresse allein beweist ebenfalls nichts – jede in der Whitelist geführte Domain endet auf .de, und trotzdem ist die Endung kein Ausweis. Die Behörde hat genau deshalb am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei ein namentlich genanntes Casino als Beispiel angeführt.

Was überhaupt gewettet werden darf, regelt § 21. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse darin, als Einzelwette oder als Kombiwette, und nur die Wetten des von der Behörde genehmigten Sportwettprogramms (§ 21 Abs. 5). Für Live-Wetten gilt die engere Fassung des § 21 Abs. 4: während eines laufenden Geschehens nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist damit erlaubt, der nächste Satz im Tennis ebenfalls, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Ausgeschlossen sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen – nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich –, außerdem manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; ein erlaubtes E-Sport-Wettangebot gibt es in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportarten ist nichts festgestellt, dazu steht hier nichts. Cash Out hat keine gesetzliche oder behördliche Regel – es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters und wird hier nur als solche beschrieben. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro einzelne Wette existiert im Sportwettenbereich nicht.

Was die Werbung mit „ohne OASIS“ und „ohne LUGAS“ verschweigt

Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis veranstaltet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat für den deutschen Markt keine Bedeutung, und genau darauf zielen die Versprechen, die mit Zimpler und dem Fehlen von OASIS oder LUGAS werben. Diese Seiten hängen an keinem Spielersperrsystem und an keiner Limitdatei, sie kennen weder das Einzahlungslimit noch die Sperre, und sie bieten dafür keinen deutschen Rechtsschutz.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund steht ein Stadion unter Flutlicht in der Dämmerung.
TrueLayer gab am 21. Oktober 2025 bekannt, Zimpler übernehmen zu wollen.

Das Strafrecht steht daneben: das Veranstalten nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht festgestellt – das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung, sondern schlicht der Stand.

Zivilrechtlich ist Bewegung in die Sache gekommen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Rückzahlungsanspruch ist damit für niemanden zugesagt. Es ist eine offene Rechtsfrage mit einem ernsten Verlauf.

Die ehrliche Gegenüberstellung sieht so aus: außerhalb der Whitelist gibt es keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, keinen deutschen Rechtsweg und möglicherweise höhere Limits. Innerhalb der Whitelist gibt es Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat als Regelfall, eingeschränkte Live-Märkte, die vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.

Nebenbei: die Sportwettensteuer ist kein Kriterium für die Frage der Erlaubnis. Sie fällt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG an, bemisst sich an der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18) und beträgt damit rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, nicht 5,3 % des Einsatzes. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht von der Person, die wettet (§ 19). Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, entscheidet er selbst, und nur aus seinen eigenen Bedingungen lässt sich dazu etwas sagen. Bei unerlaubten Anbietern fällt sie ebenfalls an – gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Spielerschutz: das Monatslimit, das OASIS und der Panikbutton

Zimpler ist eine Zahlungsmethode. Es ist kein Schlupfloch. Wer über eine Bankverbindung einzahlt, trägt diesen Betrag in dasselbe Einzahlungslimit ein wie jede andere Zahlung, und genau daran scheitern die Angebote, die mit einer anonymen Einzahlung werben.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung schreibt § 6a vor; vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das reguläre Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € je Kalendermonat über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1) und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für eine einzelne Person ein höheres Limit festsetzen – bis zu 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden – aber nur auf nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen an mehreren Anbietern ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei untersagt.

OASIS nach §§ 8 und 8a ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und beim Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Angebote außerhalb der Whitelist hängen an keinem dieser beiden Systeme – deshalb steht in ihrer Werbung „ohne LUGAS“.

Wer über Zimpler einzahlt, sollte wissen, worauf er dabei verzichtet. Eine Einzahlung, die über eine Bankverbindung läuft, ist nicht anonym, und das ist in diesem Markt kein Mangel, sondern die Voraussetzung dafür, dass es ein Monatslimit überhaupt gibt. § 6b Abs. 4 verlangt eine Zahlung von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen, und genau dieser Mechanismus hält Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Wettbetrieb heraus. Ein Anbieter, der Zimpler akzeptiert, akzeptiert damit ein Instrument, das über die kontobasierte Zahlungsauslösung funktioniert und die Herkunft der Mittel erkennbar macht.

Die Gelder der Spielenden liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Das ist die Rückseite der Verifizierungspflicht, und es ist der Teil, der in der Werbung nie vorkommt.

Werbung und Bonus: zwei getrennte Baustellen

Werbung dürfen nach § 5 Abs. 7 nur Erlaubnisinhaber betreiben. Das Verbot zwischen 6 und 21 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht den Sportwettenbereich. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen oder Sportlern und Funktionären, und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder deckelt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Genau dort wird es für die Leserschaft interessant, und dort wird es teuer.

Bonus und Umsatzbedingungen: das Einzige, was ein Willkommensangebot wirklich aussagt

Ein Bonus ist ein Kredit gegen künftige Einsätze. Zwischen „100 € Bonus“ und dem Geld auf dem eigenen Konto liegt eine Bedingung, und diese Bedingung ist der eigentliche Preis des Angebots.

Bei bpremium sind Bonusgewinne aus Sportwetten laut den Nutzungsbedingungen erst auszahlbar, wenn das Fünffache des Bonusbetrags und zusätzlich das Fünffache der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 umgesetzt ist. Wer also 100 € Bonus erhält, muss rechnerisch 500 € Bonusumsatz und weitere 500 € Einzahlungsumsatz erledigen, und zwar vollständig bei Quoten ab 1,7. Jede Wette unterhalb dieser Mindestquote zählt nicht mit. Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Das ist der Typ Bedingung, den ein Reader vor dem ersten Einsatz lesen sollte, nicht danach.

Anders geht Winamax an die Sache heran: das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, und für diese Freebets gelten keine Umsatzbedingungen. Bedingung ist statt dessen die Einzahlung selbst – sie muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Eine Mindestquote von 1,05 lässt praktisch jede Wette durch, und das ist der Unterschied zu bpremium: hier ist die Hürde nicht die Quote, sondern die Einmal-Umsetzung des eingezahlten Betrags.

Dass ein Freebet in beiden Fällen ein Freebet bleibt, ist wichtig. Der Einsatz eines Freebets wird bei einem Gewinn in der Regel nicht mit ausgezahlt. Wer 100 € Freebet bei Quote 1,7 gewinnt, bekommt nicht 170 € zurück, sondern 70 € Gewinn. Der deutsche Markt hat keine Vorschrift, die den Anbieter zu einer großzügigeren Ausgestaltung zwingt, und die Angebote sind hier entsprechend knapp.

Die Bedingungen rund um eine Einzahlung sind die zweite Hälfte der Rechnung. Manche Anbieter verlangen, dass eine eingezahlte Summe erst eingesetzt wird, bevor sie ausgezahlt werden kann. Bei AdmiralBet ist das ausdrücklich so: Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Wer also 50 € über Zimpler einzahlt und am nächsten Tag wieder auf dem Konto haben möchte, stößt auf diese Regel. Bei Winamax gilt dieselbe Mechanik, nur mit einer Obergrenze von 100 € Umsetzung. Es sind zwei Ausformungen desselben Gedankens: eingezahltes Geld ist zunächst Wettkapital, nicht Guthaben.

Wichtig ist das Auseinanderhalten zweier Größen. Der eine Zahlenwert ist der Umsatz, der auf einem Bonus liegt. Der andere ist ein Quotenabschlag auf den Gewinn, wie er bei ODDSET auftritt: für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland erhebt ODDSET nach seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Gebühr von 5 % („Quotenabschlag“) auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette. Nach Abzug dieser Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Das ist keine Umsatzbedingung, sondern ein Abschlag auf jede gewonnene Wette, und wer häufig gewinnt, merkt ihn stärker als einen Willkommensbonus mit fünfzehnfachem Einsatz. Ein Abschlag von 5 % auf den Bruttogewinn ist außerdem kein Abschlag von 5 % auf den Einsatz. Diese Unterscheidung ist der häufigste Fehler beim Vergleich von Wettanbietern.

Wer sich bei einem Bonus auf ein Angebot mit hohem Umsatzfaktor einlässt, sollte drei Dinge kennen: den Basisbetrag, auf den sich der Faktor bezieht, die Mindestquote, ab der Einsätze angerechnet werden, und die Frist, in der alles erledigt sein muss. Die letzten zwei Zahlen fehlen bei manchen Anbietern in der Kurzbeschreibung und stehen nur in den vollständigen Bedingungen. Dort zuerst nachzusehen kostet fünf Minuten und entscheidet über mehrere hundert Euro an gebundenen Einsätzen. Ohne eine Mindestquote ist der Umsatz rechnerisch wertlos, weil er dann mit Kleinsteinsätzen bei Quote 1,01 erledigt werden könnte – mit Mindestquote kann er es nicht.

Zahlungsabwicklung bei Zimpler: Einzahlung, Auszahlung, Wartezeit

Wer Geld ein- und auszahlen will, interessiert sich für zwei Dinge: wie schnell etwas ankommt und was es kostet. Beides ist bei Zimpler nicht dasselbe, und der Ablauf unterscheidet sich zwischen Einzahlung und Auszahlung erheblich.

Zimpler AB mit Sitz in Stockholm und der Organisationsnummer 556887-9984 ist ein zugelassenes schwedisches Zahlungsinstitut unter Aufsicht der Finansinspektionen. Genehmigt sind Zahlungsauslösung, Kontoinformationsdienste und die Ausführung von Zahlungsvorgängen. Das ist der rechtliche Kern des Dienstes: eine Zahlungsauslösung weist die Bank an, Geld zu bewegen, sie hält das Geld nicht und trägt es nicht zwischen. Gegründet wurde das Unternehmen 2012 unter dem Namen PugglePay, 2016 in Zimpler umbenannt, im selben Jahr startete die E-Wallet in Deutschland, und 2017 kam die heutige Erlaubnis der Finansinspektionen dazu.

Grenzüberschreitend darf Zimpler nach eigener Angabe über das Passporting nach dem schwedischen Zahlungsdienstegesetz tätig sein, innerhalb der EU und des EWR. Für deutsche Nutzer ist dabei ein Detail wichtiger als jede Marketingaussage: Zimpler hat am 15. Mai 2023 sofortige grenzüberschreitende Auszahlungen in Euro per SEPA angekündigt, und Deutschland gehört zum Kreis der Länder der Händler, für die der Dienst gilt. Eine Zahlung, die über SEPA läuft, hängt anschließend am Zeitplan der beteiligten Banken – der Anbieter kann die Zahlung auslösen, nicht ihr Ankommen beschleunigen.

Eine Gebühr erhebt Zimpler laut seinen Bedingungen nicht, außer bei einer Währungsumrechnung; Banken und Händler können eigene Gebühren berechnen. Ein Wettanbieter, der für die Nutzung von Zimpler Geld verlangt, ist damit ein Anbieter, der die Kosten weitergibt, und die Frage nach einer Bearbeitungsgebühr ist bei jedem Anbieter eine eigene.

Der Blick auf die Praxis der Anbieter, die mit deutschen Erlaubnissen arbeiten, zeigt eine Bandbreite. DAZN Bet erhebt für Einzahlungen keine Bearbeitungsgebühren; die verwendeten Zahlungsmethoden müssen auf den eigenen Namen des Kunden registriert sein, und bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Diese Regel ist nichts anderes als die Bedingung aus § 6b Abs. 4, in die Sprache eines Anbieters übersetzt. Bei Sportingbet beginnt die Auszahlung bei 10 € Mindestbetrag, erfolgt per Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet – etwa PayPal, Skrill oder NETELLER – innerhalb von 8 Stunden und per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen; Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Die Spanne zwischen 8 Stunden und 5 Werktagen ergibt sich allein aus dem gewählten Weg, nicht aus der Gewinnhöhe.

Betway verlangt eine Mindesteinzahlung von 5 € per Paysafecard und eine Mindestauszahlung von 10 €; die Auszahlung auf ein MyPaysafe-Konto dauert in der Regel weniger als 24 Stunden. Bei Wettarena beträgt die Mindesteinzahlung 10 € für alle Einzahlungsmethoden, und die Auswahl umfasst unter anderem PayPal, Kreditkarte mit VISA und Mastercard, Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay. Bei AdmiralBet liegt die Mindesteinzahlung laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen je nach Zahlungsmethode bei 5 € oder 10 €, und Auszahlungen erfolgen nur über dieselbe oder dieselben Zahlungsmethoden wie die Einzahlung; das Unternehmen versucht, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert.

Die Regel, dass die Auszahlung über denselben Weg zurückgeht wie die Einzahlung, kostet den Nutzer mehr, als sie aussieht. Wer über Zimpler einzahlt, erhält das Geld auch über Zimpler zurück, und ob ein Gewinn auf dem Bankkonto oder im Zahlungsdienst landet, hängt dann an der Ausgestaltung. Deshalb ist die Frage nach der aktuellen Mindesteinzahlung und den Gebühren nicht an einer Stelle zu beantworten, sondern bei jedem einzelnen Anbieter in dessen Zahlungsbedingungen.

Solange eine Identitätsprüfung aussteht, bewegt sich nichts. Bei AdmiralBet ist die Bearbeitung ausdrücklich an die abgeschlossene Verifizierung des Spielers geknüpft. Wer neu ist, sollte die Verifizierung abschließen, bevor ein Gewinn ansteht; die 72-Stunden-Regel aus § 6a erlaubt vor Abschluss Spiel ohne Auszahlung. Und noch eine Mechanik, die bei der Auszahlung greift: eingezahlte Beträge müssen zunächst eingesetzt werden. Wer also einzahlt und am gleichen Tag wieder abziehen möchte, wartet in der Regel auf den Abschluss der Prüfung, nicht auf die Zahlung.

Für alle, die klein anfangen, ist eine Mindesteinzahlung von 5 € die praktische Untergrenze, die im Markt vorkommt. Wer mit 5 € über Zimpler einzahlt, hat noch kein großes Wettprogramm durchgemessen, aber die Hürde zum Ausprobieren liegt niedriger als bei einem Anbieter mit 10 € für jede Methode. Ob sich das rechnet, entscheidet dann die Frage, wie lange das Geld beim Auszahlen unterwegs ist.

Die Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Zehn Marken tragen in diesem Markt eine Sporterlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und lassen sich anhand der Whitelist prüfen. Die folgende Übersicht ordnet sie nach dem, was sich belegen lässt: der Inhaber der Erlaubnis, das Erlaubnisdatum und der Zeitpunkt, seit dem die Marke überhaupt am deutschen Markt ist. Sie ist keine Rangfolge und keine Empfehlung, und sie sagt an keiner Stelle etwas über die Qualität des Wettprogramms aus.

Marke Inhaber der Sporterlaubnis Erlaubnis seit Folgeerlaubnis
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020 21.12.2022
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 21.12.2022
Betway Betway Limited 09.03.2021 23.12.2022
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020 22.12.2022
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023 –
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021 27.12.2022
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020 23.12.2022
Bet3000 I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026 –
Winamax WINAMAX (Société Anonyme) 29.06.2021 08.12.2022
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020 15.12.2022

Zwei Marken fallen beim Lesen der Inhaberspalte zusammen: hinter Bet3000 und Wettarena steht dieselbe Gesellschaft, die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta. Die Erlaubnisdaten gehen auseinander – Wettarena ist seit dem 9. Oktober 2020 dabei, Bet3000 mit Erstdatum 22. April 2026 –, und dass ein Veranstalter zwei Marken mit verschiedenen Erlaubniszeitpunkten betreibt, ist innerhalb des Erlaubnisrahmens möglich. Zwei weitere Marken tragen den Erlaubnisinhaber im Namen und heißen dann bwin (Deutschland) Limited beziehungsweise Sportingbet (Deutschland) Limited, während NEO.bet unter der Greenvest Betting Limited läuft, einer Gesellschaft, die mit dem Markennamen nichts gemein hat. Wer sich die Whitelist ansieht, sollte die Spalte lesen, in der die juristische Person steht, und nicht die, in der der Wiedererkennungswert steht.

Drei Marken der Liste sind vergleichsweise jung in der Sporterlaubnis: DAZN Bet mit Erstdatum 22. August 2023, Bet3000 mit dem 22. April 2026, dazu Winamax mit dem 29. Juni 2021. Die übrigen stammen sämtlich aus dem Jahr 2020 oder dem ersten Quartal 2021, also aus der Startphase des deutschen Erlaubnisregimes. Das ist ein Hinweis auf die Marktstruktur und nichts über die Wettleistung. In der Folgeerlaubnis-Spalte bleibt bei DAZN Bet und Bet3000 ein Strich, weil dort kein Folgedatum in der Liste steht.

Zu den Zahlungsmethoden sagt diese Übersicht nichts. Ob eine Marke Zimpler akzeptiert, steht in ihren eigenen Bedingungen; die Whitelist führt Zahlungswege nicht, und sie führt auch keine Bonusbedingungen. Wer wissen will, ob eine konkrete Einzahlung über Zimpler möglich ist, prüft das im Kassenbereich des Anbieters, bevor er Geld bewegt.

Was Zimpler überhaupt ist – und was der Dienst beim Wetten nicht leistet

Zimpler ist ein schwedisches Zahlungsinstitut, kein Wettanbieter, keine Wettbörse und keine Wette auf ein Sportergebnis. Der Dienst löst Zahlungen aus, er informiert über Konten, und er führt Zahlungsvorgänge aus. Das ist die Grundlage, um die Zahlungsmethode beim Wetten richtig einzuordnen.

Die Einordnung in den Alltag: Bei einer Zahlung per Karte läuft die Transaktion über das Kartennetz, mit einer Rückbuchungsmöglichkeit, die den Händler trifft. Bei einem eWallet liegt das Guthaben im Dienst, und die Bewegung findet zwischen zwei Konten im selben System statt. Bei einer klassischen Überweisung dauert die Gutschrift nach dem Zeitplan der Banken, mit einer bearbeitungsfreien Lücke dazwischen. Eine kontobasierte Zahlung wie die von Zimpler nimmt den Weg dazwischen: der Dienst weist die Bank des Nutzers an, den Betrag direkt zu bewegen. Bei einer Auszahlung in Euro über SEPA kann dieser Weg innerhalb eines Tages abgeschlossen sein, und genau das war die Ankündigung vom 15. Mai 2023.

Zwei Dinge leistet ein solcher Dienst ausdrücklich nicht. Er hebt weder das Einzahlungslimit noch die Sperren des bundesweiten Systems auf, und er verschafft keinen Zugang zu Anbietern ohne deutsche Erlaubnis. Wer eine Zahlung über Zimpler tätigt, benutzt ein Instrument, das sich nach eigener Identität fragt, weil Banken das von einem kontobasierten Zugang verlangen. In der schwedischen Aufsicht ist das kein Nebensatz: Die Finansinspektionen hat gegen Zimpler AB am 16. Oktober 2025 eine Verwarnung und eine Geldbuße von 3 Millionen SEK verhängt, wegen Verstößen gegen das schwedische Geldwäschegesetz (2017:630), unter anderem wegen fehlender Risikobewertung eines Dienstes und vieler Kunden.

Das ist die interessante Pointe der ganzen Geschichte: Der Anbieter, dessen Name in Deutschland auf Seiten auftaucht, die mit „ohne Verifizierung“ und „ohne LUGAS“ werben, ist von seiner Aufsichtsbehörde genau wegen Prüfversäumnissen belegt worden. Ein Zahlungsinstitut, das die Regeln zur Kundenprüfung nicht anwendet, hat den Bußgeldbescheid, nicht den Freibrief. Für den Nutzer heißt das konkret: wer über Zimpler einzahlt, arbeitet mit einer kontobasierten, nachvollziehbaren Strecke, und die ist der Gegensatz zu dem, was die Werbesprache verspricht.

Die Übernahme ist der zweite Teil derselben Entwicklung. TrueLayer gab am 21. Oktober 2025 bekannt, Zimpler übernehmen zu wollen; auf der Zimpler-Website ist eine Mitteilung vom 3. März 2026 gelistet, wonach die Übernahme abgeschlossen ist. Für eine Zahlungsabwicklung ändert eine Übernahme kurzfristig wenig – in der Regel bleiben Bedingungen und Anbindungen zunächst bestehen, und der Markenname verschwindet nicht sofort. Wer die Zimpler-Website aufruft, findet dort also möglicherweise bald einen anderen Namen über denselben Bedingungen. Das ist ein Detail, das in einem Vergleich von Wettanbietern gern übersehen wird, weil die Marke im Kassenbereich stehen bleibt, während die Gesellschaft dahinter wechselt.

Für die Frage, welche Zahlungsmethode zu einem passt, ist die Wahl letztlich eine Frage der Wartezeit. Wer sofort auszahlen lassen will, ist mit einem Weg besser beraten, der im eigenen Land verarbeitet wird. Wer über alles einen Nachweis haben möchte, gewinnt damit, dass der Weg über die Bank läuft und der Betrag auf dem Konto sichtbar ankommt.

bpremium: Fünffach auf Bonus und Einzahlung, und was das bindet

Ladbrokes (Deutschland) Limited steht als Inhaberin der Sporterlaubnis für bpremium in der Whitelist, mit einem Erstdatum vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.

Der Bonus ist der Punkt, an dem sich bei bpremium entscheidet, ob das Angebot etwas wert ist. Bonusgewinne aus Sportwetten sind laut den Nutzungsbedingungen erst auszahlbar, wenn das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der zugehörigen Einzahlung umgesetzt ist, und zwar bei Dezimalquoten ab 1,7. Wer 50 € Bonus bekommt, muss zusätzlich 250 € Bonusumsatz und weitere 250 € Einzahlungsumsatz erledigen. Jede Wette unter der Mindestquote von 1,7 zählt nicht mit, und Angebote sind in der Regel nur einmal nutzbar. Die Mindestquote von 1,7 ist dabei die eigentliche Hürde. Sie liegt deutlich über dem, was eine Wette auf einen klaren Favoriten bringt, und zwingt den Umsatz in den Bereich, in dem der Buchmacher seine Marge am stärksten einzieht.

Für einen Nutzer mit kleinem Budget ist das eine Bindung, die über mehrere Wochen reichen kann, wenn er mit Kleinsteinsätzen arbeitet. Wer 10 € pro Wette setzt, braucht beim Fünffachen des Bonus 25 Wetten und beim Fünffachen der Einzahlung noch einmal 25 – und alle bei Quote 1,7 oder höher. Das ist die Rechnung, die die Werbung nicht aufführt. Sie ist der Grund, warum die Marke in diesem Vergleich nicht die erste Wahl für jemanden ist, der einen schnellen Ausgleich sucht, und gleichzeitig eine Option für jemanden, der ohnehin regelmäßig in dieser Quotenspanne wettet.

Sportingbet: acht Stunden oder fünf Werktage, je nach Weg

In der Whitelist ist Sportingbet (Deutschland) Limited als Inhaberin der Sporterlaubnis für sportingbet geführt, mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.

Sportingbet hat eine Auszahlungsstruktur, die manchem Anbieter als Vorbild dienen könnte. Gewinne werden ab einem Mindestbetrag von 10 € ausgezahlt. Per Debit- oder Kreditkarte dauert es 2 bis 4 Werktage, per eWallet – etwa PayPal, Skrill oder NETELLER – innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung 3 bis 5 Werktage. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Wer die Wahl hat, sollte zur eWallet greifen: acht Stunden gegen fünf Werktage ist der größte Unterschied, den ein Nutzer bei diesem Anbieter selbst beeinflussen kann. Die Mindestauszahlung von 10 € ist niedrig genug, dass sie für die meisten Konten im Alltag keine Rolle spielt.

Sichtbar wird an dieser Staffelung, dass die Bearbeitungszeit in der Regel nicht am Anbieter hängt, sondern am Weg. Die fünf Werktage der Überweisung sind der klassische Bankenzeitplan, nicht die Prüfzeit des Anbieters. Wer den Weg mit acht Stunden wählt, verkürzt die Wartezeit also nicht durch einen besseren Anbieter, sondern durch einen anderen Weg. Genau diese Unterscheidung ist der nützlichste Satz, der sich über die Auszahlung bei Sportingbet sagen lässt.

Betway: 5 € Einzahlung, 10 € Auszahlung, weniger als ein Tag

Betway Limited ist der Inhaber der Erlaubnis für betway, Erstdatum 9. März 2021, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.

Betway liegt bei der Mindesteinzahlung per Paysafecard bei 5 €, die Mindestauszahlung beträgt 10 €, und die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto dauert in der Regel weniger als 24 Stunden. Wer die Grenze von 5 € ausnutzt, muss dafür den Weg über die Paysafecard nehmen; die 10 € als Auszahlungsuntergrenze bleiben davon unberührt.

Interessant sind die zwei Zahlen im Verhältnis. Wer 5 € einzahlt und 10 € auszahlen will, muss den Betrag mindestens verdoppeln, und bei einer Mindestauszahlung von 10 € kann ein kleiner Gewinn nicht einzeln abgezogen werden. Für Nutzer mit sehr kleinem Budget ist das eine praktische Bremse: Guthaben sammelt sich an, bis es die Grenze überschreitet, und das verleitet dazu, weiter zu wetten, statt abzuziehen. Wer das weiß, plant es ein.

NEO.bet: Erlaubnis unter fremder Firma, mehr gibt der Marktplatz nicht her

Für die Marke NEO.bet steht die Greenvest Betting Limited als Betreiberin in der Whitelist, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.

Der Name des Erlaubnisinhabers und der Name der Marke haben nichts gemein, und das ist bei einer Prüfung der Erlaubnis der Punkt, an dem Nutzer stolpern. Wer den Eintrag sucht, sucht nach dem Namen, den er im Kopf hat, und findet ihn in der Spalte der juristischen Person nicht. Die Whitelist führt die veranstaltende Gesellschaft, nicht die Marke, und das ist kein Widerspruch, sondern ihre Systematik. Vertrauen entsteht hier also nicht durch Wiedererkennung, sondern durch Abgleich.

Mehr ist zu NEO.bet in diesem Vergleich nicht belegbar. Wer die Marke prüft, geht den umgekehrten Weg und liest in ihren Bedingungen nach, welche Einzahlungsmethoden sie führt und welche Mindestquoten für einen Bonus gelten, bevor er Geld einzahlt.

DAZN Bet: keine Einzahlungsgebühr, aber ein Konto auf den eigenen Namen

DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited betrieben, die in der Whitelist mit Erstdatum 22. August 2023 als Inhaberin der Sporterlaubnis steht.

Bei den Einzahlungen erhebt DAZN Bet keine Bearbeitungsgebühren. Die verwendeten Zahlungsmethoden müssen aber auf den eigenen Namen des Kunden registriert sein, und bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Der erste Teil ist eine Ersparnis, der zweite eine Drohung, und beide stehen in derselben Zeile der Bedingungen. Wer die Zahlung über das Konto einer Partnerin, eines Freundes oder eines Familienmitglieds abwickelt, riskiert an dieser Stelle sein gesamtes Konto, nicht nur die Transaktion.

Für Konten, die bisher nie verifiziert wurden, ist das die strengste Regel im Vergleich. Sie ist der Preis dafür, dass deutsche Anbieter überhaupt über ein Monatslimit steuerbar sind. Wer das akzeptiert, bekommt eine kostenfreie Einzahlung und einen Anbieter ohne Altbestand an unklaren Zahlungswegen.

Tiptorro: eine App mit behördlicher Selbstbeschreibung, sonst wenig Prüfbares

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; die Gesellschaft beschreibt sich dort als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Für tiptorro ist die Erlaubnis mit Erstdatum 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022 geführt.

Diese Selbstbeschreibung sollte man genau lesen. „Behördlich zugelassen“ und „unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“ sind starke Formulierungen für einen App-Store-Eintrag, und sie sind der Teil einer Marke, den Nutzer am einfachsten nachprüfen können: der Eintrag in der Whitelist klärt, ob die Marke dort steht. Der App-Store-Eintrag tut das nicht, denn dort schreibt die Gesellschaft über sich selbst und nicht die Behörde über sie.

Wer Tiptorro in Betracht zieht, hat damit den Vergleichspunkt in der Hand: der Name der Torro Tec Limited steht in der Liste, die Marke besitzt eine Sporterlaubnis mit Erstdatum vom 30. Juni 2021 und eine Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Für einen Anbieter, dessen Zugangsweg eine App ist, ist das eine vergleichsweise lange deutsche Vorgeschichte.

bwin: zwei Jahre Marktpräsenz und keine Aussage über Zahlungswege

Die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta ist die in der Whitelist geführte Anbieterin für bwin, mit einem Erstdatum vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.

bwin gehört damit zu den Marken, die seit dem Beginn des deutschen Erlaubnisregimes dabei sind. Der Name der Betreibergesellschaft trägt den Markennamen und den Sitz der Gesellschaft im selben Eintrag, was die Prüfung erleichtert: wer „bwin (Deutschland) Limited“ in der Liste sucht, findet den Eintrag direkt.

Über die Zahlungswege und die Einzahlungsgrenzen der Marke sagt der Eintrag nichts. Wer prüfen will, ob eine Einzahlung über Zimpler möglich ist, sieht im Kassenbereich nach; die Whitelist führt Zahlungsmethoden nicht. Bei einem Anbieter mit dieser Marktpräsenz lohnt die Prüfung vor der Einzahlung mehr als bei einer jungen Marke, weil die Bedingungen gewachsen sind und selten vollständig auf der Startseite stehen.

Bet3000: Erlaubnis seit April 2026 und ein Inhaber, der doppelt zählt

Als Veranstalter der Sportwetten unter bet3000 führt die Behörde die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta; die Erlaubnis ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet, ein Folgedatum steht nicht.

Die Marke ist damit die jüngste im Vergleich. Das Erstdatum aus dem April 2026 bedeutet, dass die Erlaubnis überhaupt erst seit wenigen Monaten läuft – für eine Marke, die bei Nutzern als etablierte Wettadresse gilt, ein überraschender Befund. Wer den Namen kennt und das Alter der Erlaubnis nicht, bekommt hier den nützlichsten Einzelwert des ganzen Vergleichs.

Die zweite Auffälligkeit liegt im Inhaber. Dieselbe Gesellschaft betreibt auch Wettarena, dort mit einem Erstdatum vom 9. Oktober 2020. Ein Veranstalter, zwei Marken, zwei Zeitpunkte: für Bet3000 heißt das, dass die deutsche Erlaubnis an dieser Marke nicht an eine lange Tradition anknüpft. In der ersten Erlaubnisphase ab dem Nachweis der Identität und beim Auszahlungsweg gelten für Bet3000 dieselben Regeln wie für alle anderen, und die stammen aus dem Glücksspielstaatsvertrag, nicht aus der Markengeschichte.

Winamax: Freebets ohne Umsatz, die Einzahlung mit Umsatz

Für Winamax steht die WINAMAX (Société Anonyme) als Erlaubnisinhaberin in der Whitelist, mit Erstdatum 29. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022.

Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, und für diese Freebets gelten keine Umsatzbedingungen. Damit hebt sich das Angebot von dem bei bpremium ab, denn hier bindet der Bonus keine Einsatzmenge. Die Bedingung wandert dafür an die Einzahlung: sie muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Wer bis zu 100 € einzahlt, muss bis zu 100 € einmal umsetzen – also eine Wette über diesen Betrag bei Quote 1,05 oder höher platzieren, und dann ist die Einzahlung frei.

Ein Freebet bleibt auch hier ein Freebet: der Einsatz eines Freebets wird bei einem Gewinn in der Regel nicht mit ausgezahlt. Der Unterschied zu den meisten Bonusangeboten dieses Marktes liegt aber in der Obergrenze. Weil die Umsetzung bei 100 € gedeckelt ist, wächst die Bindung nicht mit der Einzahlung. Wer 100 € einzahlt und den maximalen Bonus erhält, hat eine berechenbare Aufgabe vor sich: eine Wette über 100 € bei Quote 1,05. Eine Quote von 1,05 entspricht einer sehr großen Mehrheit der Ausgänge und ist damit fast jede Wette – was den Vergleich mit bpremiums Mindestquote von 1,7 deutlich macht, denn dort entscheidet die Quote über die Hälfte der Rechnung.

Wettarena: Einzahlung ab 10 €, elf Zahlungswege und ein Rest Geschäftigkeit

Für wettarena ist die I.B.C. Sportsbetting Limited als Inhaber der Sporterlaubnis geführt, mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Wettarena bietet eine lange Auswahl an Zahlungsmethoden: PayPal, Kreditkarte mit VISA und Mastercard, Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 € für alle Einzahlungsmethoden. Elf Wege sind viel und zugleich ein Hinweis darauf, wo die eigentliche Arbeit liegt: wer über alle elf Methoden dieselbe Untergrenze setzt, hat die Prüfung von Gebühren und Bearbeitungszeiten an den einzelnen Weg delegiert – und die fällt je nach Weg unterschiedlich aus.

Die Mindesteinzahlung von 10 € gilt ausnahmslos für alle Wege. Das ist konsequent und macht den Vergleich einfach, es lässt aber keinen Spielraum für einen Nutzer, der mit 5 € anfangen möchte. Wer über Zimpler einzahlen will, muss ohnehin zuerst klären, ob die Methode in der Auswahl auftaucht.

Was bei dieser Marke hängen bleibt, ist der gemeinsame Inhaber mit Bet3000. Zwei Marken, eine Gesellschaft, zwei Erlaubnisdaten: wer bei einer der beiden einzahlt, arbeitet mit demselben Veranstalter. In den Bedingungen der beiden Marken kann sich trotzdem alles unterscheiden, vom Bonusfaktor bis zur Mindesteinzahlung, und ein Wechsel von einer Marke zur anderen betrifft deshalb die Konditionen und nicht den Inhaber der Erlaubnis.

Häufige Fragen zu Zimpler bei deutschen Wettanbietern

Welche Anbieter mit deutscher Erlaubnis nehmen Zimpler für Einzahlungen und Auszahlungen?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder weist im Stand vom 2. Oktober 2026 dreißig Einträge aus, davon siebenundzwanzig Inhaber mit Sporterlaubnis. Ob ein einzelner Anbieter Zimpler führt, steht in dessen eigenen Zahlungsbedingungen und nicht in der Liste. Wer nachsehen will, findet die Angabe im Kassenbereich.

Muss das Bankkonto, das mit Zimpler verbunden ist, auf den eigenen Namen laufen?

Ja. § 6b Abs. 4 GlüStV verlangt eine Zahlung von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut, anonyme Zahlungsmittel sind unzulässig. DAZN Bet setzt das in seinen Einzahlungsbedingungen ausdrücklich um und behält sich bei fremden Zahlungsmethoden die Sperre des Kontos vor.

Wie schnell kommt ein Gewinn über Zimpler an, und gibt es Mindestbeträge?

Zimpler hat am 15. Mai 2023 sofortige grenzüberschreitende Auszahlungen in Euro über SEPA angekündigt, Deutschland gehört zu den Ländern der Händler, für die der Dienst gilt. Die endgültige Gutschrift hängt an den beteiligten Banken. Mindestbeträge setzt der Wettanbieter: Sportingbet zahlt ab 10 € aus, AdmiralBet mindestens 5 € bis 10 € ein.

Zählen Einzahlungen über Zimpler zum Monatslimit von 1.000 € bei allen Anbietern?

Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis ja. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 gilt über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, unabhängig davon, über welchen Weg die Zahlung läuft. Einzelne Anbieter dürfen es nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit anheben, eine Selbstauskunft genügt nicht. Bei Angeboten ohne deutsche Erlaubnis gilt kein solches Limit.

Warum werben manche Seiten für Zimpler und zugleich mit „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“?

Weil sie keine deutsche Erlaubnis haben. Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne Erlaubnis veranstaltet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Solche Seiten hängen an keinem Sperrsystem und keiner Limitdatei und bieten keinen deutschen Rechtsschutz. Die Behörde hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.

Welche Umsatzbedingungen und welche Mindestquote gelten für einen Bonus bei Einzahlung?

Das legt jeder Anbieter selbst fest, der Glücksspielstaatsvertrag deckelt Sportwettenboni nicht. bpremium verlangt laut seinen Nutzungsbedingungen das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der Einzahlung bei Quoten ab 1,7. Winamax setzt für die Freebets keine Umsatzbedingungen, dafür eine einmalige Umsetzung der Einzahlung mit Obergrenze 100 € bei Quote 1,05.

Inhalt erstellt vom Team «Serie A Wetten»