Die besten Wettanbieter mit deutscher Lizenz 2026 im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026; Erlaubnisangaben und Betreibergesellschaften abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Ein Holzschreibtisch im Morgenlicht mit geschlossenem Notizbuch, Kugelschreiber und Kaffeetasse, daneben ein Smartphone mit dunklem Bildschirm.
Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten, davon 13 hybrid und 19 nur für den Internetvertrieb; 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot.

Wer in Deutschland nach einem Sportwetten-Anbieter sucht, stößt auf zwei völlig verschiedene Sorten von Werbung. Die eine Sorte nennt Quoten und Boni und redet über Geld. Die andere Sorte nennt eine Betreibergesellschaft mit Sitz auf Malta, ein Erstdatum und eine Behörde in Halle an der Saale. Nur die zweite Sorte ist überprüfbar, und nur die zweite Sorte entscheidet darüber, ob am Ende ein deutscher Rechtsweg offensteht oder keiner.

Das ist der Grund, warum dieser Vergleich mit der Erlaubnis anfängt und nicht mit dem Willkommensbonus. Am 2. Oktober 2026 führte die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder 30 Einträge: 27 Halter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, dazu drei Halter ausschließlich für Pferdewetten. Von diesen 27 Haltern haben zehn einen Namen, den ein deutscher Wettkunde kennt, und um diese zehn geht es im Folgenden.

Ein Hinweis, der den ganzen Text trägt: Eine Erlaubnis für Sportwetten ist keine Erlaubnis für Spielautomaten, Poker oder Casinospiele. Wer beides vermischt, vergleicht zwei verschiedene Geschäfte und wundert sich am Ende über Regeln, die nicht passen. Wir unterscheiden das durchgehend.

Die Rangliste: zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Die Rangfolge hier ist keine Geschmacksfrage, und sie ist auch keine Rangfolge der Quoten. Sie ist eine Rangfolge der Nachprüfbarkeit — wie lange ein Anbieter schon in Deutschland tätig sein darf, welche Gesellschaft die Erlaubnis hält und welche Zusatzfelder die Behörde für ihn führt. Erst danach kommen die Dinge, über die sich streiten lässt.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine ruhige Tribüne unter bedecktem Himmel.
Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden.

Alle zehn Domains unten sind am Stichtag 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder unter einer Sportwetten-Erlaubnis verzeichnet. Die Behörde gibt dort Erlaubnisdaten an, aber kein Enddatum; eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, und die Whitelist zeigt den Lauf der Dinge nicht über dieses Ende hinaus. Wer ein Ablaufdatum sucht, sucht etwas, das dort nicht steht.

Die zehn Anbieter, mit dem, was die Whitelist zu jedem sagt — Reihenfolge nach dem Erstdatum der Sportwetten-Erlaubnis, die jüngste zuerst, weil die Neuzugänge die interessantere Frage sind:

Bet3000: der jüngste Eintrag der ganzen Liste

Erstdatum 22. April 2026, Halterin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta. Wer über Dutzende von Seiten hinweg hört, dass ein Anbieter „seit 2020 dabei“ ist, findet hier den Gegenbeweis: Die Whitelist wächst in beide Richtungen, und Bet3000 ist erst seit wenigen Monaten darauf.

Ein junger Eintrag ist kein Makel und auch keine Empfehlung — er ist eine Frage nach der Markenbekanntheit. Der Name Bet3000 ist älter als der Eintrag, aber die Erlaubnis für den Sportwetten-Vertrieb über Bet3000 beginnt im April 2026. Wer sich auf ein neues Angebot einlässt, bekommt die gleichen Schutzmechanismen wie bei den Platzhirschen, weil die aus dem GlüStV kommen und nicht aus der Bequemlichkeit des Anbieters. Was er nicht bekommt, ist eine eingespielte Wettabwicklung über Jahre hinweg.

Das ist der Fall, in dem die Whitelist ihren Zweck am saubersten erfüllt: Sie macht aus einem unbekannten Namen eine überprüfbare Größe. Prüfwürdig bleibt, wie sich das Wettprogramm eines so jungen Eintrags über eine ganze Saison verhält.

Winamax: der französische Name mit hessischer Vergangenheit

Erlaubnis für Online-Sportwetten vom 29. Juni 2021, erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt und mit Bescheid vom 8. Dezember 2022 verlängert; Halterin ist die WINAMAX (Société anonyme), beaufsichtigt wird sie von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Darmstadt im Jahr 2021 ist keine Fußnote, sondern ein Stück Verwaltungsgeschichte. Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden — Winamax gehört zu den Häusern, die in der Aufwärmphase danach ihre Zulassung erhalten haben, noch über die alte Landesbehörde. Wer heute Angebote vergleicht, sieht diesen Unterschied nicht mehr, aber er erklärt, warum die Erlaubnisdaten in dieser Liste so weit auseinanderliegen.

Für wen das relevant ist: für Wettende, die aus einem französischen Markenkontext kommen und wissen wollen, ob das Haus deutsch beaufsichtigt wird. Es wird.

Tipico: fünf Jahre Streit um alte Wettscheine

Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022, Halterin die Tipico Co. Limited.

Tipico ist der einzige Anbieter dieser Liste, dessen Name in einem Verfahren steht, das über den Sport hinausreicht. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Ein Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Das betrifft nicht die Erlaubnis von heute, sondern Wettscheine von damals. Wer heute bei einem Whitelist-Anbieter wettet, wettet in einem völlig anderen Rechtsrahmen. Versprochen ist niemandem etwas: Aus den Schlussanträgen folgt keine Rückzahlung für irgendwen, und die Entscheidung selbst lag zum Redaktionsstand nicht vor.

Sportingbet: zwei Erlaubnisse, zwei Regeln

Halterin ist die Sportingbet (Deutschland) Ltd. Im Impressum stehen zwei Erlaubnisse nebeneinander: Sportwetten seit dem 21. Dezember 2022 und virtuelle Automatenspiele seit dem 15. November 2022. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder.

Solche Doppelungen verführen zu einem Fehlschluss, nämlich dem, dass die eine Erlaubnis die andere mit abdeckt. Sie tut es nicht. Wetten und Automatenspiele sind getrennte Geschäfte mit getrennten Grenzen. Wer bei Sportingbet Automatenspiele nutzt, nutzt eine andere Genehmigung als die für den Sport, und das Einzahlungslimit ist das große übergreifende, nicht ein je Produkt gedachtes. Der Sport ist das Geschäft, das hier besprochen wird.

Sportwetten.de: der Name, der die Sache beschreibt

Unter den Sportwetten-Anbietern dieser Liste gibt es genau einen, dessen Marke das Geschäft wörtlich nennt. Er ist bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder als Domain unter der Halterin NetX Betting Limited geführt, einer maltesischen Gesellschaft mit Sitz in Birkirkara.

Die Verwechslungsfalle liegt hier beim Lesen, nicht beim Betreiben: Ein Name, der wie ein Gattungsbegriff klingt, ist genau das Gegenteil einer staatlichen Einrichtung. Sportwetten.de ist ein Wettanbieter wie die neun anderen, mit einer Whitelist-Zeile wie die neun anderen und ohne einen Sonderstatus. Wer sich eine Domain wie eine Behörde vorstellt, prüft am falschen Ende.

LeoVegas: der späteste Sporteintrag der Auswahl

Unter den hier besprochenen Häusern hat LeoVegas die jüngste Sportwetten-Erlaubnis: seit dem 21. Oktober 2024, Halterin die LVSports Limited. Virtuelle Automatenspiele laufen schon seit dem 27. Februar 2023.

Das ist die Umkehrung des üblichen Weges. LeoVegas war in Deutschland lange ein Name im Automatenspiel, und der Sport kam später dazu. Für einen Vergleich heißt das: Wer nach der Tiefe des Wettprogramms fragt, fragt bei LeoVegas nach einem Angebot, das sich noch in den ersten Jahren befindet, und wer nach Routine in der Spielautomaten-Betreuung fragt, bei einem Haus mit einem langen Vorlauf.

AdmiralBet: zwei Folgeerlaubnisse in vier Jahren

Erstdatum 9. Oktober 2020, Halterin die Greentube Betting Malta Limited. Auf der Whitelist stehen zwei Folgeerlaubnisse, vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28. September 2022 eine eigene Erlaubnis.

Zwei Folgeerlaubnisse sind der Papierkram, den niemand liest, bis er etwas erklärt. Der Eintrag selbst ist die Erklärung: Ein Haus mit einem Sportangebot und einem klar getrennten Automatenableger auf einer eigenen Subdomain hält die Regeln auseinander, weil es sie getrennt betreiben muss. Wo der Sport auf einer Domain liegt und die Slots auf einer anderen, ist auch für den Kunden erkennbar, in welchem Regelwerk er sich gerade bewegt.

bet-at-home: digital statt Bushaltestelle

Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022, Halterin die Bet-at-home.com Internet Limited. Virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022.

Etablierung ist kein Wert für sich, und dieser Eintrag zeigt, warum. Wer ein Haus aus der ganz frühen Phase kennt, kennt es oft als altes Geschäftsmodell; was heute unter bet-at-home läuft, ist eine von einer eigenständigen Limited gehaltene Domain mit einer Whitelist-Zeile. Markengeschichte ist das eine, Rechtsverhältnis das andere, und für eine Streitfrage zählt nur das zweite.

Betano: der Lizenzhalter, den kaum jemand kennt

Halterin der Erlaubnis ist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan auf Malta, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, das im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis erhielt und über Betano Wetten anbietet. In der GGL-Übersicht ist für Betano die Betkick Sportsbetting Limited geführt.

Hier lohnt der Blick auf die Kette, weil sie so gebaut ist, wie die Branche funktioniert: Ein deutscher Wettkunde kennt den Namen Betano, die Behörde führt einen anderen. Wer wissen will, wer haftet und welche Erlaubnis gilt, fragt nach dem Halter, nicht nach dem Logo. Der Unterschied entscheidet bei einer Beschwerde darüber, an wen sie eigentlich geht.

NEO.bet: seit dem ersten Tag der ersten Welle

Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022, Halterin die Greenvest Betting Limited.

Das Datum hat Signalwirkung, weil es mit dem Tag zusammenfällt, an dem die ersten Häuser überhaupt ihre Zulassung bekommen haben — nach Jahren des Gerichtsverfahrens, das die länderübergreifende Erlaubnis bis Oktober 2020 blockierte. Für den Leser heute ist das kein Produktversprechen, sondern eine Einordnung: NEO.bet gehört nicht zu den Anbietern, deren Angebot noch im Aufbau ist.

Wer diese zehn Zeilen liest, sieht ein Muster, das die Werbung selten nennt: Es gibt kein „bester Anbieter“, weil es „besten“ im Plural gibt — wer eine jahrelang eingespielte Sportabteilung will, liest andere Namen als wer ein frisches Wettprogramm sucht.

Überblick: was eine deutsche Erlaubnis bedeutet

Die Whitelist der Behörde ist kein Gütesiegel für ein Produkt, sondern eine Aussage über eine Firma. Sie sagt: Diese Domain darf hier Sportwetten anbieten, und diese Gesellschaft haftet dafür. Sie sagt nicht, dass das Wettprogramm gut ist, dass die Quoten scharf sind oder dass der Kundenservice antwortet.

Auf der Liste stehen nach Angaben der Behörde im September 2026 insgesamt 129 Veranstalter und Vermittler mit GGL-Erlaubnis, verteilt auf 229 erlaubte Glücksspielseiten aller Glücksspielarten. Die dreißig Einträge für Sportwetten und Pferdewetten sind davon ein Ausschnitt — und die zehn Häuser dieses Vergleichs ein noch kleinerer. Wer den größeren Rahmen sucht: Die Zahl der Anbieter am Markt ist deutlich größer als die Zahl der Namen, die in einer Übersicht auftauchen.

Wie bedeutsam die Regelung für den Markt ist, zeigen die Zahlen, die die Behörde selbst veröffentlicht. 2024 erzielten Sportwettenanbieter mit GGL-Erlaubnis Bruttospielerträge von 1.963 Mio. Euro, ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr, auf Grundlage von Wetteinsätzen in Höhe von 8,2 Mrd. Euro (2023: 7,9 Mrd. Euro). Die durchschnittliche Auszahlungsquote lag bei 76 %, nach 78 % im Vorjahr.

Diese 76 % sind die wichtigste Zahl dieses Textes. Sie besagen, dass über den gesamten lizenzierten Markt hinweg nur 76 % aller Einsätze wieder als Gewinne ausgeschüttet wurden. Der Rest ist das Geschäftsmodell. Wer wissen will, was eine Wette über eine ganze Saison kostet, findet die Antwort nicht in einem Bonusangebot, sondern in dieser Quote.

Die Bundesländer haben lange gebraucht, um sich auf diesen Rahmen zu einigen. Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden — fast zwei Jahre nach dem Beschluss, der sie möglich machte. Wer heute die Erlaubnisdaten sortiert, sortiert die Reste dieser Verzögerung.

Der Vertrieb selbst hat sich seither verschoben. 2024 liefen Sportwetten online über 28 aktive Internetseiten und stationär über rund 2.300 Wettvermittlungsstellen; die rund 12.000 ODDSET-Annahmestellen verfügten für diesen Vertriebsweg noch über eine Übergangsregelung bis zum 30. Juni 2024. Die alte Ladenkette ist damit Geschichte, die Zahl der Internetseiten aber kleiner als die Zahl der bekannten Marken.

Was der Markt tatsächlich umsetzt — und was daneben läuft

Die Behörde rechnet vor, dass der Markt weitgehend kanalisieren soll und in Teilen auch kanalisiert. Für 2022 ergab eine Analyse auf Basis von Steuerdaten des Bundesministeriums der Finanzen eine Kanalisierungsquote von deutlich über 95 Prozent; illegale Anbieter hatten demnach einen Marktanteil von weniger als fünf Prozent. Für 2024 nennt die Behörde eine Kanalisierungsquote von 77 %, nach der zugrunde liegenden Studie entfielen 23 % des Marktvolumens auf unerlaubte Angebote.

Man kann diese beiden Zahlen als Widerspruch lesen, und viele tun das. Genauer ist: Es sind zwei Erhebungen mit verschiedenen Methoden und verschiedenen Grundgesamtheiten, und die jüngere ist die vorsichtigere. Für den konkreten Fall eines Lesers zählt ohnehin nicht die Quote, sondern die Unterscheidbarkeit — und die ist eindeutig gegeben.

Auf die Liste schafft es so ein Anbieter nämlich nicht, und es ist auch nicht so, dass das teuer wäre: Die Sportwettensteuer trifft auch den unerlaubten Veranstalter. In den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes ist sie geregelt: 5,3 % des Bemessungsbetrags „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, nach §§ 17 und 18, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden, § 19. Schräg formuliert, aber wahr: Eine geleistete Steuer ist kein Nachweis für eine Erlaubnis.

Rechtliche Lage: wer hier Sportwetten anbieten darf

Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale, tätig auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die länderübergreifende Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie beaufsichtigt und sie verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde — wer eine Steuerfrage hat, wendet sich an die falsche Stelle, wenn er sich an Halle wendet.

Nachprüfbar ist eine Erlaubnis an genau einer Stelle: in der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Ein Impressum ist kein Ersatz dafür, und es ist auch kein Gegenteil davon. Es ist ein Hinweis, den man an der amtlichen Liste prüft.

Ein Missverständnis, das mehr Schaden anrichtet als jede Werbeeinblendung: Eine .de-Domain ist kein Lizenznachweis. Jede auf der Whitelist geführte Domain endet auf .de, aber daraus folgt nichts rückwärts — jede Firma kann eine Domain mit dieser Endung registrieren. Die Endung ist eine Entscheidung des Registrars, die Erlaubnis eine der Behörde.

Und noch eine Einschränkung, die viele nicht auf dem Schirm haben: Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis aufgeführt ist, nimmt Sportwetten an. Ein Halter, der zusätzlich Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker oder Casinospiele besitzt, hat dafür andere Zulassungen mit anderen Regeln. Dieselbe Webseite kann deshalb zwei Geschäfte unterhalten, die rechtlich fast nichts miteinander zu tun haben.

Warum eine Erlaubnis aus Curaçao hier nichts zählt

Wer Sportwetten in Deutschland anbietet, ohne die deutsche Erlaubnis zu haben, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Konzession aus Curaçao, Anjouan oder auch Malta ändert daran nichts; sie hat in Deutschland keine Bedeutung, so seriös ihr Herkunftsverfahren auch aussehen mag. Die Behörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten — am 17. September 2026 nannte sie in diesem Zusammenhang ausdrücklich Anbieter wie Platincasino.

Die Warnung ist Teil einer Gangart, die sich in Zahlen niederschlägt. Die Zahl der Untersagungsverfahren der Behörde stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025; 1.843 illegale Websites waren 2025 aufgrund von Untersagungen oder Netzsperren aus Deutschland nicht mehr erreichbar. Etwas mehr als die Hälfte der vermessenen Sportwetten-Erlaubnisse würde ich gegen einen ordentlichen Vollzugsapparat nicht eintauschen — aber die Richtung stimmt.

Was ein unerlaubtes Angebot praktisch kostet, ist nicht die Strafe, sondern die Anbindung. Ein illegaler Anbieter hängt an keinem Sperrsystem und an keiner Limitdatei, er kennt die selbst gesetzte Einzahlungsgrenze eines Spielers nicht, und er prüft nicht gegen die bundesweite Sperrliste. Wer dort spielt, spielt ohne die Instrumente, die in Deutschland der eigentliche Wert der Erlaubnis sind. Dass die Grenzen hoch und die Anmeldung locker ist, ist kein Vorteil, sondern die Beschreibung des Problems.

Strafrechtlich stehen das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe und die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt. Weder Freibrief noch Drohkulisse.

Zivilrechtlich ist Bewegung in der Sache. Mehrere Gerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis in Einzelfällen zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ist über den Bundesgerichtshof beim Europäischen Gerichtshof gelandet. Zugesagt ist dort nichts, und niemand sollte eine Rückzahlung einplanen, auf die er keinen Anspruch nachweisen kann.

Sachlich bleibt die Rechnung nüchtern: Ein Offshore-Angebot bedeutet keine Erlaubnis, kein Sperrsystem, keine Limitdatei, keinen deutschen Rechtsweg — und im Gegenzug möglicherweise höhere Limits. Ein Whitelist-Anbieter bedeutet Rechtssicherheit und Spielerschutz — und im Gegenzug das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.

Was überhaupt gewettet werden darf

Das GlüStV erlaubt feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombinationswette, § 21 Abs. 1. Eine Systemwette baut darauf auf. Der Katalog ist aber nicht offen: Zulässig sind nur Wettarten, die die Behörde genehmigt hat, das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5.

Live ist der Bereich, in dem die Regeln am stärksten vom naheliegenden Verständnis abweichen. Während ein Ereignis läuft, darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind — § 21 Abs. 4. Nächstes Tor im Fußball geht, nächster Satz im Tennis geht, nächster Punkt im Tennis nicht, nächster Korb im Basketball nicht. Wer sich über fehlende Live-Märkte bei deutschen Anbietern ärgert, ärgert sich über eine Vorschrift und nicht über die Fantasielosigkeit eines Buchmachers.

Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind — nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur —, außerdem manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung, § 21 Abs. 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.

Zwei Bereiche, die oft gefragt werden, und beide enden mit einer klaren Antwort beziehungsweise gar keiner. E-Sport: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist — ein lizenziertes E-Sport-Wettangebot gibt es in Deutschland nicht. Virtueller Sport: Hier ist nichts festgestellt, und dazu steht hier nichts. Cash Out wiederum ist kein gesetzlicher Vorgang, sondern eine Funktion, die jeder Anbieter nach eigenen Regeln anbietet oder nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliches Höchstlimit pro einzelner Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.

Spielerschutz: was die Erlaubnis dem Wettenden gibt

Das ist das Kapitel, das ich für das wichtigste auf dieser Seite halte, und es ist gleichzeitig das, über das am wenigsten gesprochen wird, weil es sich schlecht bewerben lässt.

Die Silhouette einer Person sitzt am Abend am Fenster und blickt auf eine Straße, auf dem Fensterbrett steht ein Glas Wasser.
Die GGL nennt für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland eine Kanalisierungsquote von 77 %: 23 % des Marktvolumens 2024 entfielen auf unerlaubte Angebote.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt, § 4 Abs. 3. Ein Konto pro Anbieter, mit vollständiger Verifizierung nach § 6a. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer sich über die Ausweiskontrolle kurz nach der Anmeldung beschwert, beschwert sich über eine Frist, die der Gesetzgeber gesetzt hat — und über einen Anbieter, der sie nicht umgeht.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für eine Einzelperson ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler —, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht dafür nicht. Ein niedrigeres Limit gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.

Was ich an diesem Mechanismus bemerkenswert finde: Er trifft ausgerechnet die Spieler, die am wenigsten dazu in der Lage sind, ein Limit zu senken, nämlich die, die sich gerade steigern wollen. Die Wartezeit von 7 Tagen für eine Erhöhung ist genau dafür gedacht, und wer sie erlebt, erlebt die Regel bei der Arbeit.

Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist über die Aktivitätsdatei untersagt, § 6h. Das klingt strenger, als es ist, und es ist vor allem der Grund, warum die Limitdatei überhaupt funktioniert: Ein bundesweites Limit pro Person lässt sich nur durchsetzen, wenn nicht dieselbe Person bei vier Häusern gleichzeitig mit je einem eigenen Limit wettet.

Das Sperrsystem ist OASIS, geregelt in den §§ 8 und 8a. Es wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich mit selbst genannter Dauer sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne genannte Dauer mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Offshore-Angebote sind an OASIS und an LUGAS nicht angebunden — nicht aus Böswilligkeit, sondern weil sie an einem deutschen Verfahren nicht beteiligt sein können, das sie nicht betrifft.

Für die Frage, wie weit der Schutz reicht, ist die Kanalisierungsquote die unangenehme Zahl. Die Behörde nennt für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland 77 % und rechnet vor, dass 23 % des Marktvolumens im Jahr 2024 auf unerlaubte Angebote entfielen. Fast ein Viertel des Spiels findet also dort statt, wo Sperrliste und Limitdatei nicht greifen. Ein Spielerschutz, der nur die Erlaubten bindet, lässt sich nicht durchsetzen, indem man die Liste verlängert.

Zahlungswege: warum Krypto hier nicht auftaucht

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich, § 6b Abs. 4. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten ausschließt — nicht als Haltung eines einzelnen Anbieters, sondern als eingebaute Bedingung des Systems.

Weil das so ist, sind die Zahlungswege in einem Vergleich nach deutschem Recht deutlich weniger spannend als in einem Vergleich, der Werbematerial nacherzählt. Es geht um Überweisung, Karte und Dienste, die auf einen Namen laufen. Wer ein Angebot wegen eines exotischen Zahlungswegs wählen will, wählt am deutschen Markt vorbei.

Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Arbeitstagen und ohne Gebühren ausgezahlt, § 6b Abs. 6 und 7. Für die Praxis heißt das: Das Guthaben haftet nicht im Insolvenzfall des Anbieters, und die Auszahlung ist keine Kulanz, sondern eine Frist.

Werbung und Bonus: was der Staatsvertrag hierzu wirklich regelt

Werbung ist nur Erlaubnisinhabern erlaubt, § 5 Abs. 7. Das ist die einzige Bonusregel, die dieser Rahmen enthält, und es ist mehr, als manche glauben — aber nicht annähernd so viel, wie Werkampagnen nahelegen.

Die Uhrzeitenschranke von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht Sportwetten. Wer gehört hat, dass deutsche Sportwettenwerbung ab 21 Uhr verschwindet, hat eine Regel für einen anderen Glücksspielbereich gehört. Für Sportwetten gilt stattdessen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, kein Affiliate-Entgelt nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz, § 5 Abs. 3 und 6.

Und die Regel, die für den Leser materiell die wichtigste ist: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Ein Bonus ist damit eine Frage des Kleingedruckten und keine des Gesetzes, und wer einen zu prüfen hat, prüft den Anbieter, nicht die Behörde.

Was ein Bonus wirklich kostet: eine Beispielrechnung

Nichts an einem Willkommensangebot ist schwer zu verstehen, solange man den Umsatz mitrechnet. Diese Rechnung ist ein Beispiel mit ausdrücklich erfundenen Zahlen — sie zeigt den Mechanismus, nicht ein Angebot.

Angenommen, ein Wettender schöpft das monatliche Standardlimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV von 1.000 € voll aus und setzt diesen Betrag einmal um, auf einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90. Der Quotenschlüssel dieses Marktes — die Kennzahl, die angibt, welchen Anteil der Einsätze ein Markt als Gewinne zurückgibt — beträgt bei diesen beiden Quoten rund 95 %. Die Marge des Buchmachers, also der Anteil, der von jedem gesetzten Euro beim Anbieter bleibt, liegt entsprechend bei ungefähr 5 %. Ich rechne mit der Marge, weil die Zahl, die der Buchmacher behält, die ist, die der Wettende bezahlt.

Bei 1.000 € Umsatz auf einem Markt dieser Art beläuft sich der durchschnittliche Verlust also auf etwa 50 €, mit einer Spanne dieser Größenordnung, die davon abhängt, wie stark die Quoten in den einzelnen Märkten tatsächlich über oder unter 1,90 liegen. Die Annahme dahinter lautet, dass ausschließlich umgesetzt und zu diesen Quoten gesetzt wird, und das Ergebnis ist ein Durchschnittswert über viele Einsätze, kein garantierter Betrag für einen einzelnen Wettschein.

Dieselbe Rechnung mit den Marktdaten, die die Behörde für den gesamten lizenzierten Markt veröffentlicht, verschiebt das Bild nach oben: Bei einer durchschnittlichen Auszahlungsquote von 76 % entspricht die Marge 24 %, und 1.000 € Umsatz kosten im Mittel rund 240 €. Die Differenz zwischen etwa 50 € und rund 240 € ist die Differenz zwischen einem scharfen Zwei-Weg-Markt und dem, was über alle Wettarten und Sportarten hinweg übrig bleibt. Wer einen Bonus durchrechnet, sollte mit der zweiten Zahl rechnen, nicht mit der ersten.

Und jetzt der Bonus. Ein Freiwetten-Angebot, dessen Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückgezahlt wird, ist auf einem Markt mit einem Quotenschlüssel von rund 95 % und einer Quote von 1,90 im Durchschnitt nur einen Teil seines Nennwerts wert — deutlich weniger als die Zahl, die auf dem Banner steht. Ein Bonuskonto wiederum, das einen Umsatz verlangt, verwandelt die ganze Chose in Arbeit: Bei einem Faktor auf Bonus und Einzahlung entscheidet nicht die Bonushöhe über den Wert, sondern der Umsatz, und der Umsatz multipliziert mit der Marge ist der Preis. Genau deshalb ist der Faktor die erste Zahl, die man in den Bedingungen sucht, und die Bonushöhe die zweite.

Zwei Nebenbedingungen entscheiden fast so viel wie die Höhe. Erstens die Mindestquote: Nur Einsätze ab der geforderten Quote zählen für den Umsatz, und wer darunter setzt, umsetzt ohne Wirkung. Zweitens die Frist: Ein Umsatz, der in dreißig Tagen zu erledigen ist, sieht anders aus als einer, der in sieben Tagen zu schaffen ist. Beides steht in den Bedingungen und in keinem Gesetz, und beides lässt sich vor der ersten Einzahlung nachlesen.

Die zehn Anbieter im Vergleich: Erlaubnis und Betreibergesellschaft

Die Reihenfolge dieser Übersicht folgt dem Erstdatum der Erlaubnis, nicht der Sympathie. Die Spalten beantworten drei Fragen: Steht die Domain auf der Whitelist, wer hält die Erlaubnis, und seit wann läuft sie. Die Betreibergesellschaft ist dabei keine Formalie: Sie ist die Stelle, die in einer Beschwerde haftet, und die Angabe, die man einer Aufsichtsbehörde gegenüber nennt.

Wettanbieter Whitelist-Eintrag (Stand 02.10.2026) Halterin der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000 eingetragen I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 22.04.2026
Winamax Sportwetten-Erlaubnis für Winamax eingetragen WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, verlängert am 08.12.2022
Tipico Sportwetten-Erlaubnis für Tipico eingetragen Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet eingetragen Sportingbet (Deutschland) Ltd 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Sportwetten.de Sportwetten-Erlaubnis für Sportwetten.de eingetragen NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta 19.11.2020
LeoVegas Sportwetten-Erlaubnis für LeoVegas eingetragen LVSports Limited 21.10.2024
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis für AdmiralBet eingetragen Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024
bet-at-home Sportwetten-Erlaubnis für bet-at-home eingetragen Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Betano Sportwetten-Erlaubnis für Betano eingetragen Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan, Malta 19.02.2021
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet eingetragen Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022

Die Spalte „Whitelist-Eintrag“ sagt für jede Zeile dasselbe, und das ist keine Schwäche der Tabelle, sondern ihr Ergebnis: Bei diesen zehn Anbietern ist die Lizenzfrage nicht die, die den Unterschied macht — sie ist die Eintrittskarte, und geprüft wird danach. Die Spalte mit der Erlaubnis seit trennt dagegen drei Gruppen: die Welle vom Oktober 2020, die Zugänge von 2021 und 2024, und den Nachzügler von 2026.

Die Halter-Spalte ist die informativste und die am wenigsten gelesene. Sieben der zehn Namen gehören zu Firmen, die mit der Marke nichts zu tun haben, und das ist keine Verschleierung, sondern die normale Struktur eines Marktes, in dem eine Erlaubnis an eine Gesellschaft und eine Domain gebunden ist und nicht an ein Logo. Wer bei einem Problem nach dem Ansprechpartner sucht, findet ihn in dieser Spalte und nicht im Markenauftritt.

Ein Hinweis zur Vorsicht bei allen zehn Zeilen: Die Whitelist führt Erlaubnisdaten, aber kein Enddatum. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; wer ein Ablaufdatum prüfen will, prüft es an der Erlaubnisurkunde und nicht an dieser Übersicht.

Häufig gestellte Fragen

Wie prüfe ich, ob ein Wettanbieter auf der Whitelist steht?

Wer zum Wettangebot geht, sieht keinen Lizenzstempel; die offizielle Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die einzige belastbare Quelle. Dort lässt sich nach Domain und nach Halterin suchen. Der Domainname ist entscheidend: Eine Erlaubnis gilt für die eingetragene Seite, nicht für jede Adresse einer Marke.

Was heißt die deutsche Erlaubnis für das Einzahlungslimit und OASIS?

Beide Instrumente gelten nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt über alle Anbieter hinweg bei 1.000 € pro Kalendermonat und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach den §§ 8 und 8a, das bei Registrierung und Login abgefragt wird.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?

Weil die Erlaubnispflicht territorial gilt. Wer hier Sportwetten anbietet, ohne die deutsche Erlaubnis zu haben, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Konzession aus Curaçao oder Anjouan entfaltet in Deutschland keine Wirkung und bindet den Anbieter an keines der hiesigen Schutzsysteme.

Wie hoch ist die Sportwettensteuer, und wen trifft sie?

Die Steuer steht in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Der Satz beträgt 5,3 % des Bemessungsbetrags „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Geschuldet wird sie nach § 19 vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob er sie weitergibt, entscheidet er.

Gilt die Erlaubnis auch für Slots, Poker und Casinospiele?

Nein. Sportwetten und virtuelle Automatenspiele sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln, auch wenn eine Marke beides anbietet. Eine Whitelist-Zeile für die Sportdomain sagt nichts über Automatenspiele, Poker oder Casinospiele derselben Marke, und umgekehrt. Wer sich über Grenzen wundert, sollte prüfen, welches Geschäft er gerade nutzt.

Nach welchen Kriterien wird ein solcher Vergleich bewertet?

Nach überprüfbaren Merkmalen zuerst: Whitelist-Eintrag, Halterin und Erstdatum der Erlaubnis, dazu die Aufsichtsstruktur. Danach erst die Produktseite, also Wettprogramm, Live-Märkte und Zahlungswege. Bonusbedingungen werden zum Schluss gelesen, weil sie der veränderlichste Teil eines Angebots sind.

Inhalt erstellt vom Team «Serie A Wetten»